Unser langjähriger Freund und Wegbegleiter Johannes Brackmann ist am 3. Oktober im Alter von 71 Jahren verstorben.
Johannes hat die Kulturszene in Essen über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Als Geschäftsführer des Kulturzentrums GREND hat er in Essen-Steele einen Ort aufgebaut, der weit über die Stadtteilgrenzen hinaus Strahlkraft entfaltet hat und auch in Zukunft weiterstrahlen wird.
Besonders sein unermüdlicher Einsatz für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit hat uns über die Jahre tief beeindruckt. Wir schätzen Johannes als aufrechten Antifaschisten, aktiven Vermittler, Brückenbauer und Verfechter einer offenen Gesellschaft. Wieder und wieder legte er den Finger in die Wunde, sprach unangenehme Wahrheiten aus und wurde niemals müde, vor den Gefahren des Rechtsextremismus zu warnen.
Als Mitglied und Sprecher des Bündnisses „Mut machen – Steele bleibt bunt!“ trug Johannes maßgeblich dazu bei, den Machenschaften der neonazistischen „Steeler Jungs“ immer wieder ein klares Zeichen entgegenzusetzen – sei es durch Kundgebungen, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit oder Kulturveranstaltungen. Sein Feingefühl im Umgang mit Menschen, seine Nahbarkeit und seine verbindliche Art machten ihn zu einer wichtigen Stimme gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus.
Die Nachricht von seinem Tod erfüllt uns mit großem Schmerz und tiefer Betroffenheit. Johannes war ein außergewöhnlich couragierter Mensch, ein Vorbild, ein Freund.
Wieder ein antisemitischer Witz über Juden in Deutschland. Dima, 16, Sohn russischer Einwanderer, könnte darüber hinweggehen, aber diesmal hat er keine Lust - und haut Tobi eine rein.
So beginnt der rasante 30-minütige Kurzfilm von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch über einen Schüler, der keine Lust hat, sich immer weg zu ducken. Von der Schule zu einer Entschuldigung genötigt, erlebt er auf dem Weg durch die Stadt zu Tobi wie im Zeitraffer, was in Deutschland zum Judentum gedacht und laut oder leise gesagt wird. Er trifft auf völlig Unwissende, auf Pseudo-Empathiker, AfD‘ler, Freunde und Verwandte, doch scheint sich niemand für ihn und seine Probleme als Dimitri zu interessieren.
Im Rahmen der Aktionswochen der Amadeu Antonio Stiftung zeigen wir gemeinsam mit den Essener Filmkunsttheatern den Film Masel Tov Cocktail. Er ist eingebettet in ein Gespräch mit dem Regisseur Arkadij Khaet.
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns aber über eine Spende.