In diesen Tagen, in denen uns die Nachrichten vom Krieg im Iran überall begegnen, werden viele Emotionen getriggert. Empörung, Angst, Wut, Trauer...
Schnell wird dabei eine Meinung vertreten, was richtig oder verwerflich sei und Standpunkte stehen oft unversöhnlich gegenüber. Oder wir schweigen... weil wir nicht in den Schlagabtausch geraten wollen.
Zu diesen gehöre auch ich und möchte hier keinesfalls eine politische oder ideologische Debatte führen. ‼️
Aber zu schweigen, ist eben auch kein positiver Beitrag, sondern drückt nur die eigene Hilflosigkeit aus.
Wenn wir tiefer hinein spüren, merken wir, dass die Zerstörung in den Angriffsregionen ein sichtbarer Ausdruck einer tiefen kollektiven Wunde ist – das Ergebnis einer Menschheit, die verlernt hat, das Verbindende zu nähren, und stattdessen das Trennende zur Ideologie erhebt (und ja, ich bin mir bewusst, dass da natürlich noch viel mehr dahinter steckt).
Es fängt bei uns selbst an. Wir sind oft schnell dabei, anzuklagen und die Schuldigen zu markieren. Aber diese Anklagen ziehen uns nur tiefer in den Sumpf aus Vergeltung und Schuld. Wenn wir hinter die vertrauten Rollen von Tätern und Opfern blicken, erkennen wir, dass diese Trennung den Kreislauf nur weiter nährt. Wenn wir anklagen, ohne zu verstehen, säen wir den nächsten Samen für zukünftige Spaltung.
Es wird an den derzeitigen Kriegen nicht viel ändern, aber vielleicht an der Atmosphäre unseres Umfelds, wenn wir uns für die Wahrhaftigkeit in uns selbst entscheiden. In unserem tiefsten Inneren befinden sich nicht Verurteilung und Schuldzuweisung. Dort ist kein Verlangen nach Trennung, sondern nach Verbindung. Dort sind Mitgefühl und Menschlichkeit. Und wenn wir darauf hören, müssen wir die Spaltung nicht weitertragen. Wir können uns bewusst für eine Integrität entscheiden, die im Kleinen beginnt: Wir widerstehen dem Impuls zu urteilen, weil wir anerkennen, dass unser Wissen begrenzt und unser Blickwinkel immer nur ein Bruchteil des Ganzen ist.
Das bedeutet vielleicht auch, den Schmerz auszuhalten, ohne ihn sofort in Wut gegen „die anderen“ umzuwandeln.
Es ist nicht leicht. Viele möchten sich ganz ausklinken und tun es auch. Aber wir alle sind ein untrennbarer Teil dieses großen menschlichen Gewebes. In Wahrheit können wir uns nicht entziehen. Was wir aber können, ist die Frequenz zu verändern, mit der wir selbst in der Welt wirken.
Wir können aufhören, ein Teil der Trennung zu sein, auch wenn die Schlagzeilen uns zur Parteilichkeit zwingen wollen. Wir können es unterlassen, Statements abzugeben oder zu teilen, die nur den Verstand, aber nie das Herz erreichen. Es geht ganz sicher nicht darum, die Augen zu verschließen oder etwas schönzureden. Aber wir dürfen uns erlauben, die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was jenseits der Ideologien unzerstörbar bleibt. Wir suchen nach dem Raum in uns, der vom Lärm der Welt unberührt ist, um dort die Kraft zu finden, die wirklich wandelt. In jedem von uns brennt derselbe Lebensfunke, dieselbe Sehnsucht nach Unversehrtheit und nach dem einfachen Recht, zu leben und zu sein. Wir können Lichtinseln erschaffen, wenn wir uns weigern, die Dunkelheit zu nähren. Jedes Mal, wenn wir Gemeinsamkeit statt Trennung fördern, einem Fremden mit Mitgefühl und Wohlwollen begegnen, die Stille dem schnellen Urteil vorziehen, oder Schmerz halten, ohne ihn mit Wut zu überdecken, verändern wir das Feld, in dem wir uns alle bewegen.
Das ist die Entscheidung und das Bewusstsein für ein stilles, aber kraftvolles Vertrauen in das, was uns alle gemeinsam trägt. Indem wir uns mit der universellen Lebenskraft verbinden, werden wir zu lebendigen Brücken. Wir hören auf, gegen das Alte zu kämpfen, und beginnen, das Neue in uns zu nähren, bis auch wir als Menschenfamilie endlich verstehen, dass Frieden kein Ziel ist, das man erzwingt, sondern ein Zustand, den wir in jedem Moment gemeinsam verkörpern können.
t.me/natur_seele_bewusstsein
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Akasha-Chronik Lesungen und schamanische Botschaften
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