DIE "FAKTENCHECKER" DES REDAKTIONSNETZWERKS DEUTSCHLAND AUF ABWEGEN
Liebe Community,
Henning Rosenbusch hat in seinem Kanal auf einen RND-"Faktencheck"
https://www.rnd.de/gesundheit/turbokrebs-durch-corona-impfung-was-wirklich-dahintersteckt-GERHBHJYZFCETAC6MGL4TIUW2E.html
aufmerksam gemacht, der sich kritisch mit einer koreanischen Studie befasst, die ihrerseits festgestellt haben will, dass Krebserkrankungen bei Menschen mit COVID-Injektion innerhalb eines Jahres öfter auftreten als bei Menschen ohne eine solche Injektion. Die Originalstudie findet sich hier:
https://link.springer.com/content/pdf/10.1186/s40364-025-00831-w.pdf
Haupt-Kritikpunkt beim RND: Die Kohorten der koreanischen Studie seien nicht miteinander vergleichbar. Geimpfte Personen seien eher älter, hätten öfter Vorerkrankungen und dadurch (nicht durch die COVID-Injektion, neiiiinnn..) stärker krebsgefährdet, gingen öfter zum Arzt, und so werde bei ihnen Krebs einfach öfter und früher erkannt.
Dieser RND-Artikel zeigt abermals die fragwürdigen Methoden der "Fakten-Checker" in den herkömmlichen Medien.
Die Fehler beginnen damit, dass die RND-"Fakten-Checker" sich nicht die Mühe gemacht haben, die die koreanische Studie selbst zu lesen. Unterzieht man sich dieser Mühe, so erkennt man schon im Text der Studie, dass die Autoren altersspezifische Besonderheiten berücksichtigt haben. Sie haben für sogar bestimmte Krebsarten (Schilddrüsen- und Brustkrebs) gerade bei den unter 65jährigen geimpften Patienten mit einer besonderen Häufung auftraten.
Weiterhin fällt auf, dass dieser "Faktencheck" zuerst die koreanische Studie diskreditiert, ihr dann aber als "leuchtendes " Gegenbeispiel diese französische Studie gegenüberstellt, die aussagt, dass es bei der geimpften Kohorte kein erhöhtes Aufkommen an anderen Erkrankungen gegeben haben soll:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41343214/
Diese französische Studie leidet indes ihrerseits an drei methodischen Mängeln, die so eklatant sind, dass sogar ich als dummer Jurist sie erkenne:
- "Geimpft" war man in der Definition dieser Studie schon nach der ersten Spritze. Obwohl das ja abgesehen von der Johnson&Johnson-Injektion angeblich nicht zum vollen Impfschutz ausreichte.
- Gezählt wurden Personen, die am 1.11.2021 noch am Leben waren. Die geimpfte Kohorte erhielt ihre erste Injektion zwischen dem 1.5.2021 und dem 31.10.2021. Damit fielen alle Geimpften aus der Beobachtung, die schon direkt nach der Spritze aus den Latschen gekippt sind (vornehmer ausgedrückt: Die französische Studie blendet die Kurzzeitmortalität aus).
- Die Autoren erkennen selbst, dass Impfpässe gefälscht gewesen sein könnten, schätzen die Anzahl der Fake-Impfpässe aber nur auf 300.000 und meinen, so schlimm könne das die Ergebnisse nicht verzerren. Die Quelle, die sie für diese Schätzung zitieren, kündet vom 300.000 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe und berichtet zudem, dass die Franzosen doch ziemliche Impfmuffel gewesen sein sollen. Dass zu den 300.000 bekannten Fällen aus eben diesem Grund vermutlich eine beträchtliche Dunkelziffer an Fake-Impfpässen hinzukommt, blenden die Autoren aus.
Wo bleibt denn da der RND-Faktencheck?
Witzigerweise zitiert das RND auch noch eine juristische Doktorarbeit, die belegen will, dass medizinische Falschinformationen in den sozialen Medien oft durch medizinische Laien ohne journalistische Standards und durch "ehemalige" Fachleute verbreitet würden. Diese Doktorarbeit kenne ich nicht. Ich weiß namentlich nicht, was den Autor dieser Doktorarbeit dazu qualifiziert, die Welt in "medizinisch kundig/nicht kundig" bzw. in "journalistische Standards eingehalten ja/nein" einzuteilen.
Ich weiß nur, dass das RND in seiner Corona-Berichterstattung die Einhaltung journalistischer Standards auf der ganzen Linie schuldig geblieben ist. Auch in dem hier besprochenen Artikel.
Herzliche Grüße
Ihr und Euer
Martin Schwab