Die letzten Monate waren mühsam. Ich war oft dauermüde. Habe meine Arbeit zwar noch mit Liebe gemacht, aber am Abend war ich total erschöpft.
Ich habe vergessen, wer ich wirklich bin, wohin ich will. Ich habe eigentlich nur noch gearbeitet, mir die Probleme meiner Kundschaft angehört, übersetzt, was die geistige Welt sagte, nachts aufgestanden und geschrieben, was die geistige Welt mir Neues diktierte.
Es war so viel Input aus der geistigen Welt, dass ich manchmal nicht mehr wusste, wohin mit all dem. Ich kam gar nicht mehr dazu, all das auszuprobieren.
Es war eine völlig neue Erfahrung für mich. Und ich wurde immer müder. Ich habe meine eigenen Alarmsignale zur Seite geschoben, meine körperlichen Warnsignale. Ich habe einfach weitergemacht.
Kurz vor Zypern bin ich noch in etwas hineingetreten. Mein Fuß spielte verrückt. Ich konnte kaum auftreten und brauchte tatsächlich einen Arzt. Natürlich habe ich auf Zypern den Fuß nicht ruhiggestellt und hatte schon bald die Quittung. Der ganze Fuß war geschwollen und sah nicht schön aus.
Da habe ich das erste Mal begriffen: Ich muss wirklich durchatmen und langsamer machen.
Als die Teilnehmer abgereist sind und ich nur noch im Kreise meiner Liebsten auf Zypern war, kam endlich etwas Erholung. Und ich habe eines begriffen: So kann ich nicht weitermachen.
Ich kann nicht gleich jede E-Mail beantworten, jede kurze Frage, jede kurze WhatsApp einfach mal so. Damit es euch gut geht, muss es mir gut gehen. Ich muss stabil sein.
Das, was ich euch immer predige, habe ich selbst ganz schön in den Sand gesetzt. Ich weiß, ich laufe schon immer ein hohes Tempo, bin ein Energiebündel ohne Ende. Aber manchmal brauche auch ich eine Pause. Und ich habe mein Gefühl für Pausen nicht genug berücksichtigt.
Mir ist klar, dass ich mich in Zukunft anders aufstellen muss, dass es ein neues „Wie gehe ich vor?“ geben muss.
Auch ich darf jeden Tag lernen. Und auch ich darf zugeben: Es war einfach mal für einen Moment alles zu viel.
Und ich glaube, das ist wichtig in der heutigen Zeit: ehrlich zu sich selbst zu sein, klar Stopp zu sagen, wenn es nicht mehr geht, und nicht ständig über die eigenen Grenzen zu gehen.
Ich will euch hier nichts vorjammern. Ich will euch nur sagen: Bitte seid achtsam mit euch. Es ist so wichtig.
Letzter Seminartag! Die Woche auf Zypern ist nur so geflogen. Die Seminarleiterin schwächelt, aber die Improvisation durch Ärztin u Freundin im Team klappt 😂😍😍😍❤️