Nach über drei Wochen in Frankreich – eine Woche mit meiner Herz-Lich(t)-Gruppe und zwei Wochen mit meiner Familie – bin ich wieder zurück.
Überall stoße ich auf Berichte über die sogenannten „Schülerproteste“ in französischen Großstädten und in Mailand. Auch in Albanien gehen Menschen auf die Straße. In Deutschland ist davon bislang noch wenig zu sehen.
Alles ist im Umbruch.
In meiner letzten Jahresprognose sagte ich: „Die Großstädte werden brennen. Auch die deutschen Großstädte.“
Schon lange haben wir Berlin aus unserem Seminarprogramm gestrichen – genau aus diesen Gründen.
Seit 2018 warne ich vor diesen Konflikten. Damals sprach ich bereits von bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf den Straßen. Ich sagte auch: „Wir werden erst wieder Ruhe bekommen, wenn irgendwann tatsächlich das deutsche Militär auf deutschen Straßen eingesetzt werden darf.“
Ob ich das gut oder schlecht finde, habe ich als Medium nicht zu bewerten. Ich gebe weiter, was ich sehe und wahrnehme.
Ich weiß schon lange, dass diese Entwicklungen kommen werden, und habe immer wieder eindringlich davor gewarnt. Leider haben mich viele Menschen nicht ernst genommen.
Ich sagte damals: „Schließt Versicherungen ab, die in den Großstädten auch Vandalismusschäden abdecken.“
Dafür wurde ich belächelt.
Ich hoffe, dass sich die Menschen jetzt noch einmal mit diesem Thema beschäftigen und ihren Versicherungsschutz überprüfen.
Was mir besonders wichtig ist: Bleibt in der Ruhe. Lasst euch nicht von der Angst bestimmen.
Und hofft vor allem nicht darauf, dass die Regierung eine Lösung finden wird. Nach meiner Wahrnehmung wird es diese Lösungen nicht geben.
Wir befinden uns mitten in einem gewaltigen Umbruch. Dabei spielt es leider keine Rolle, welche Parteien an der Macht sind. Mein Eindruck ist, dass viele Verantwortliche vor allem für sich selbst wirtschaften und nicht für das Volk.
Wir werden wieder lernen müssen, ganz von vorne anzufangen und uns in neuen Rechtsformen zurechtzufinden.
Die nächsten Jahre werden sehr, sehr interessant.
Doch mit Angst zu reagieren, ist der falsche Weg.
Viel wichtiger ist es, die eigenen Antennen zu sensibilisieren. Das, was ich euch über viele Jahre beigebracht habe, solltet ihr jetzt ganz bewusst anwenden.
Verlasst euch auf euer spirituelles zweites Gesicht. Auf eure Wahrnehmung. Auf eure Intuition.
Breitet eure Intuition aus wie Flügel. Das ist wichtiger als jemals zuvor.
Und noch einmal: Ich bin keine Schwarzseherin. Ich interpretiere seit vielen Jahren die Bilder, die ich aus der geistigen Welt bekomme. Das ist meine Arbeit.
Ich würde mir wünschen, dass ihr alle es schafft, in der Ruhe zu bleiben. Dass ihr euch nicht von Angst und Unruhe mitreißen lasst, sondern ganz bewusst bei euch bleibt.
Denn gerade in der Ruhe, in der kraftvollen Stille, sind wir am tiefsten mit der klaren Weisheit unserer Intuition verbunden.
Ich habe diesmal nur wenig aus Südfrankreich gepostet. Gleich stelle ich euch noch ein paar Bilder ein.
Es ist sehr viel passiert, besonders in der Basilika der Maria Magdalena. Tränen sind geflossen, Versöhnungen haben stattgefunden. Herzbeben hat uns bewegt. Wie immer war der Besuch dieser Kirche magisch.
Am letzten Abend habe ich für einige Teilnehmer gechannelt, die noch in der Bar saßen. Fast ausschließlich Beziehungsthemen kamen auf den Tisch – so massiv, dass es mich selbst erschreckt hat. Es gab einige nachdenkliche Geschichten, und auch dabei sind Tränen geflossen.
Als ich später darüber nachgedacht habe, ist mir aufgefallen: Die Venus ist rückläufig. Alle acht Jahre wiederholt sich dieselbe Sternenkonstellation der rückläufigen Venus. Das bedeutet: Themen, die du vor acht, 16 oder 24 Jahren nicht verändert hast, kommen wieder auf den Tisch – besonders die Beziehungsthemen.
Hast du dich schon einmal gefragt: Was war 2018, 2010 oder 2002 in deinem Beziehungsleben? Hast du dich entschieden, dich mit deiner Beziehung zu arrangieren und an ihr festzuhalten, weil sie dir Sicherheit gibt? Oder spürst du noch eine tiefe Liebe zu deinem Partner?
Alle Reibungspunkte und Themen, die du tief in dir trägst, kommen in Beziehungen jetzt schonungslos an die Oberfläche. Das auszuhalten und zu verstehen, ist nicht leicht. Vielleicht geht es nicht um vermeintliche Sicherheit, sondern darum, geliebt zu werden. Wir möchten lieben – genauso, wie wir geliebt werden möchten.
Die Spinnennetze der Sicherheit, die für so viele Menschen so wichtig sind, zerbrechen wie dünnes Glas. Mit jedem Tag entscheidest du: Bleibst du? Gehst du?
Wenn es nicht dein wahrer Platz ist, wird es bis Mai oder Juni sehr, sehr schwierig werden, in der Beziehung zu bleiben. Denn du wirst immer wieder daran erinnert, was die wahre, tiefe Sprache deines Herzens ist. Du kannst sie noch so weit wegschieben: Dein Herz lässt sich nicht manipulieren. Es kann nur vom Verstand überlagert werden.
Es ist eine wilde Zeit – auch in internationalen Beziehungen. Alles, was verschüttet lag, kommt nach oben. Die Wahrheit ruft. Die Wahrheit zeigt sich. Und sie trägt nicht immer schöne Kleider.
Wenn Beziehungen jetzt auseinandergehen, ist der Boden trotzdem fruchtbar für einen Neubeginn. Ich weiß: Wenn du gerade nur das lose Ende einer Beziehung in der Hand hältst, ist das ein schwacher Trost. Und doch ist es so: Die Luft wird erfüllt sein von wahrer Liebe, von Wahrhaftigkeit und davon, so gesehen zu werden, wie ich wirklich bin – und nicht als das Schauspiel, das ich mir vielleicht Tag für Tag selbst vorspiele.
Atme. Wenn du nicht weißt, was du fühlst, zieh dich für einen Moment in die Stille zurück. Frage dein Herz, ob es glücklich ist. Und wenn dein Herz dir mit Nein antwortet, ist es an der Zeit, dein Leben in die Hand zu nehmen und dich zu fragen: Was könnte ich erreichen, wenn ich mich fallen lasse?
HERZ-LICH(T)
Am Freitagabend ist unser Bus in Richtung meiner Herzensheimat, der Provence, aufgebrochen. Wir haben unsere Reise in Arles begonnen, und gestern waren wir im wunderschönen Avignon. Es ist unglaublich, wie die Schönheit dieses Fleckchens Erde die Herzen meiner Teilnehmer und auch mein eigenes Herz berührt.
Nach Avignon ging es weiter nach Tarascon zur heiligen Martha. Hier war zum ersten Mal dieses Herzbeben zu spüren, das unsere Reisen so sehr auszeichnet. Die Energie in der Basilika war vollkommen ergreifend. Wir hatten sie nahezu für uns allein und haben jeden Moment genossen.
In unserem Bus sitzen zahlreiche Menschen, die diese Reise bereits zum zweiten Mal mit mir machen. Was für ein Geschenk! Ich bin mir dessen sehr bewusst und möchte allen Teilnehmern von Herzen danken – und ganz besonders euch, die ihr schon seit vielen Jahren immer wieder so viele Wege mit mir geht. Wenn ich etwas Neues aushecke, seid ihr so oft dabei.
Ihr seid die Besten!
Von Herz zu Herz
Eure Silke