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Ich heiße Bert Ehgartner und bin Autor kritischer Wissenschafts-Sachbücher ("Was Sie schon immer über das Impfen wollten", "Die Hygienefalle",...) und Dokumentarfilmer ("Corona.Film", "Die Akte Aluminium"). Zuletzt erschien mein Film "Unter die Haut“
Gestern hat die deutsche Bundesregierung den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und den Finanzplan bis 2030 beschlossen.
Die Ausgaben für Verteidigung sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen: Von 82,7 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 183,7 Milliarden im Jahr 2030.
Insgesamt werden in den nächsten vier Jahren 610,27 Milliarden Euro ausgegeben, um damit die von Merz und Pistorius gewünschte 'stärkste Armee Europas' aufzupäppeln.
Im selben Zeitraum sollen die Ausgaben für Gesundheit von 21,8 Milliarden auf 14,7 Milliarden reduziert werden.
Die Ausgaben für Bildung und Familie fallen von 16,7 Milliarden auf 13,8 Milliarden.
Der Schuldendienst- das sind die Zinsausgaben für bestehende Schulden - steigt von 33,6 Milliarden in diesem Jahr auf 82,2 Milliarden im Jahr 2030.
Deutschland gibt dann also dreimal so viel für Zinsen aus wie für die beiden Ressorts Bildung und Gesundheit zusammen.
Nicht enthalten sind hier die neu aufgenommenen Schulden, die der Bevölkerung unter dem Tarnbegriff 'Sondervermögen' untergejubelt werden. Sie betragen noch einmal 500 Milliarden Euro und werden ab 2037 dem Bundesbudget zugeschlagen.
Eine weitere Bombe im Keller sind die an die Ukraine vergebenen Milliardenkredite der EU, wo Deutschland etwa ein Viertel des Ausfall-Risikos trägt. Und dieses Risiko liegt bei etwa 100 Prozent.
Beinahe ebenso rasch wie die Schulden steigt der Stellenabbau in der deutschen Industrie. Speziell betroffen ist die Automobil- und Zulieferindustrie, der Maschinenbau und die Chemische Industrie.
2024 gingen rund 70.000 Arbeitsplätze verloren. 2025 waren es 124.000.
Offenbar will man das Heer der Arbeitslosen künftig ins Militär umleiten.
Das Dumme an diesem Wirtschaftsmodell ist, dass sich Investitionen ins Militär nur dann amortisieren, wenn andere Länder überfallen, erpresst oder ausgeraubt werden. Die USA praktizieren dieses Modell seit vielen Jahrzehnten. Mit Ausgaben von knapp 1000 Milliarden US-Dollar (2025) geben sie dreimal so viel fürs Militär aus wie China, das auf Rang 2 liegt.
Will Deutschland dieses "Erfolgsmodell" übernehmen?
Dann müssten sie nach Ländern suchen, die man überfallen und ausrauben kann.
Oder geht es nur um Abschreckung gegenüber Russland?
Einem Land, das seit vier Jahren im Ukraine-Debakel fest steckt und heuer - bei enormen Verlusten an Menschenleben und gigantischen Kosten - gerade mal ein paar hundert Quadratkilometer erobert hat.
Einem Land, das derart die Schnauze voll hat von Krieg, dass es - nach der Eroberung des Donbass – der Mindestanforderung, um der eigenen Bevölkerung einen "Sieg" zu verkaufen - wohl sofort einen Friedensvertrag unterzeichnen würde.
Aber egal, wie irrational dieses Argument ist: Abschreckung gegen Russland wird offiziell als Grund für die Notwendigkeit der Aufrüstung angegeben.
Volkswirtschaftlich sind Investitionen ins Militär jedoch ein reiner Minusposten. Jets, Panzer, Drohnen und Raketen bringen keinen Mehrwert. Sie schießen, explodieren oder sie verrosten.
Und das Geld ist weg.
Gerade hier tut sich aber eine dritte Möglichkeit auf. Und wahrscheinlich ist das die wichtigste Motivation für den ganzen Irrsinn:
Die politische Führung Deutschlands erfüllt im Verbund mit der EU-Kommission gerade den politischen Auftrag, alles was noch da ist an deutschem Volksvermögen in die Kassen der Rüstungs- und Finanzkonzerne umzuleiten.
Morgen, Donnerstag, geht eine wichtige parlamentarische Bürgerinitiative in den Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen. Es geht darin um den Austritt Österreichs aus der European Sky Shield Initiative (ESSI). Ich hab sie gerade unterschrieben, weil hier - auf Initiative der Rüstungs-Lobby - mindestens 6 Milliarden Euro Steuergeld vollkommen sinnlos verpulvert werden. (Den Link zur Unterschrift findet Ihr im ersten Kommentar).
Unter Umgehung des Parlaments hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bereits vor einem Monat einen Vorvertrag unterschrieben. Der Beitritt zur ESSI bedeutet eine enge Kooperation mit der NATO und leitet unser Steuergeld direkt in die Kassen der Rüstungs-Konzerne.
Die Haupt-Profiteure kommen vor allem aus Deutschland, den USA und Israel. Es handelt sich um...
=>Diehl Defence (Deutschland) IRIS-T (Abwehr von Mittelstrecken-Raketen)
=>Rheinmetall (Deutschland) → Skyranger (kurze Reichweite)
Hensoldt (Deutschland) → Radare
RTX / Raytheon (USA) → Patriot-Systeme
Israel Aerospace Industries (IAI) + Boeing (USA/Israel) → Arrow 3 (Langstrecke)
Die 6 Mrd. € decken allein die Anschaffung der Hardware ab. Munition, Wartung und Betrieb sind extra. Sky Shield ist speziell gegen Raketenbedrohungen ausgerichtet, aber für Massen-Billigdrohnen-Angriffe nur bedingt geeignet.
Bei Arrow oder Patriot liegen die Kosten pro Schuss bei rund 3-4 Millionen Dollar. Bei IRIS bei rund 600.000.
Skyranger Kanonen sind ein neues Produkt von Rheinmetall zur Abwehr von Drohnenschwärmen. Sie haben sich bisher aber noch nicht im Praxis-Einsatz z.B. in der Ukraine bewährt. Theoretisch wäre das eine halbwegs kostengünstige Variante mit Kosten pro Schuss von 200 EUR. Allerdings werden pro Minute 1000-1200 Schuss abgegeben.
Wie viele deutlich sinnvollere Dinge könnten wir uns statt der Ausgaben für Sky Shield leisten! In einer ohnehin angespannten Budget-Lage. Aber stattdessen warnen die Medien jeden Tag vor Russland und malen das Gespenst an die Wand, dass Putin morgen schon Österreich angreifen könnte. Skandalblätter wie das einstige Nachrichtenmagazin Profil bringen ständig solche Storys. Als wären sie hintenrum von Rheinmetall & Co. finanziert.
Auch der ORF schlägt in diese Kerbe und schürt Kriegsangst. Beispielsweise beim Interview mit Klaudia Tanner, letzten Samstag im Ö1 Mittagsjournal. "Angesichts der düsteren Weltlage können wir uns keinen einzigen weiteren Tag Verzögerung leisten, das sagen alle Militärexperten", begann der ORF-Redakteur das Interview. Tanner sagte in dessen Verlauf ungefähr acht Mal, dass Österreich das höchste Verteidigungsbudget in der Geschichte beschlossen hat. Dennoch kam der ORF-Mann immer wieder auf den Vorwurf zurück, dass nach wie vor zu wenig Geld ins Militär investiert würde.
Anstatt unsere Neutralität mit Geist und Leben zu erfüllen, versinkt das Land in stumpfe Russophobie. Außenministerin Meinl Reisinger kann gar nicht oft genug Selenskij herzen - oder mit ukrainischer Tracht ihre Verbundenheit für dessen Volkssturm demonstrieren. Und in den Foren regieren die Couch-Generäle und sind außer sich vor Freude, wenn es in Moskau brennt. Rundum nur Tristesse.
Unterzeichnet bitte die Petition. Damit sich die NATO-Trolle und Rüstungs-Lobbyisten zumindest öffentlich nochmal deklarieren müssen. Und man sich ihre Namen merken kann - als Beschuldigte für den nächsten Untersuchungs-Ausschuss zur Beschaffungs-Kriminalität rund um Sky Shield.
Sobald eine Methode augenscheinlich funktioniert, oder etwas in den Lehrbüchern als 'gesund' beschrieben wird, hören die meisten Experten auf, darüber nachzudenken. Gutes Image in Frage zu stellen, wird im allgemeinen nicht vom System belohnt. Gutes Image zu vermarkten hingegen sehr wohl.
Dies gilt für Blutdruck- oder Cholesterin-Senker, für Impfungen und natürlich auch für Vitamine. Je mehr desto besser. Wenn doch mal jemand nachsieht und hochwertige Studien unternimmt, ist das Erstaunen oft groß. So auch in diesem Fall:
Bei schweren Verbrennungen gibt es seit langem die Hypothese, dass hochdosiertes Vitamin C eine sinnvolle Zusatz-Therapie darstellt. In eine internationale Studie, an der weltweit 24 Verbrennungszentren teilnehmen, wurden bisher 238 erwachsene Patienten aufgenommen, bei denen mindestens ein Fünftel ihrer Haut verbrannt war.
Vitamin C habe als Hoffnungsträger gegolten, erklärte Christian Stoppe, einer der Studienleiter vom Universitätsklinikum Würzburg. Denn zum einen fängt es als Antioxidans die überschüssigen freien Radikale direkt ab, zum anderen erhoffte man sich positive Effekte auf die Endothelfunktion, die Abwehr bakterieller Infektionen und die Wundheilung. Es gab anektotische Berichte über den guten Nutzen hochdosierter Vitamin C Gaben und in einigen Leitlinien war diese Therapie bereits standardmäßig vorgesehen.
Nun musste die laufende Studie bei der ersten Zwischenanalyse abgebrochen werden. Denn in der Vitamingruppe lag das Sterberisiko im ersten Monat doppelt so hoch wie in der Kontrollgruppe, die nur ein Placebo bekam. Über die gesamte Behandlungszeit war es um 44 Prozent erhöht.
Die Patienten, die in die Vitamingruppe gelost wurden, hatten zudem einen längeren stationären Aufenthalt und längere Phasen bei Organschäden.
Ähnliche Resultate hatte kürzlich eine andere intensivmedizinische Studie ergeben, in der Vitamin C zur Unterstützung von Patienten mit septischem Schock eingesetzt wurde. Auch hier wurde ein erhöhtes Sterberisiko sowie anhaltende Organfunktionsstörungen beobachtet.
Studienleiter Stoppe fordert nun - nachdem zwei große randomisierte Studien negative Resultate lieferten - dass die Empfehlungen der Leitlinien dringend überdacht werden.
Auch beim Nutzen von ganz normalen - nicht hochdosierten - Vitamin C Präparaten ist die Studienlage ernüchternd. Am bekanntesten ist die 'Physicians Health Study', an der 14.000 meist ältere Männer teilnahmen. Eine Gruppe nahm - über acht Jahre - täglich 500mg Vitamin C. Es zeigte sich kein signifikanter Effekt auf kardiovaskuläre Ereignisse, Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs oder das Gesamtüberleben. Ähnliche Resultate lieferten Cochrane Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen zu Antioxidantien.
Natürliche Vitamine, die über die Ernährung aufgenommen werden, schneiden im Vergleich zu den Pillen aus der Apotheke mindestens gleichwertig ab.
Österreich hat bekanntlich eines der pharma-freundlichsten Impfprogramme Europas. Man hat den Eindruck, dass von unserem 'Nationalen Impfgremium' jede Impfung empfohlen wird, die verfügbar ist. Deutlich mehr jedenfalls als in der Schweiz oder in Deutschland.
Beispiel Meningokokken: während in Deutschland und der Schweiz zwei Meningokokken-Impfstoffe empfohlen werden, sind es in in Österreich drei. Die Säuglingsimpfung mit 2 Dosen ab 2 Monaten gegen Meningokokken des Typs B (Men B). Zum 1. Geburtstag die Men C Impfung. Und im Alter von 10 bis 13 Jahren die Men ACWY Impfung.
Besonders krass ist die österreichische Impfempfehlung bei Influenza.
Während sie in Deutschland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Belgien und den meisten anderen Ländern Europas für Kinder überhaupt nicht allgemein empfohlen wird, geht es in Österreich bereits im Alter von 6 Monaten mit zwei Basis-Impfungen los. Und dann jährlich ein ganzes Leben lang.
Ob solcher Impf-Aktionismus etwas bringt, weiß niemand. Es scheint auch niemand zu interessieren. Denn es gibt keine Evaluierung der Maßnahmen. Beispielsweise eine Erhebung, ob seit der Einführung dieser Empfehlung die Influenza-bedingten Krankenhaus-Einweisungen bei Kindern reduziert werden konnten.
Anders in Spanien. Da hat man in der Provinz Katalonien ab der Saison 2023/34 ebenfalls die Influenza-Impfung für Kinder unter fünf Jahren empfohlen. Man hat die Maßnahme mit einer begleitenden Studie evaluiert und nun ist das Resultat veröffentlicht worden (link im 1. Kommentar).
Für die Studie wurden 3.352 Krankenhaus-Einweisungen von Oktober 2018 bis zum August 2025 analysiert. Das Resultat liest sich in der Kurzfassung der Studienautoren so:
"Es hat sich in der Anfangsphase der Einführung des neuen Impfprogramms nicht gezeigt, dass die systematische Grippeimpfung bei Kindern im Alter von 6 bis 59 Monaten mit einem Rückgang der Grippefälle in der ambulanten Versorgung oder der stationären Aufnahme in Krankenhäusern einhergeht."
Aufgeben wollen die Spanier ihre Impfempfehlung aber noch nicht. Zuerst wollen sie versuchen, die Impfquote zu erhöhen. Sie lag nämlich nur bei knapp 30%.
Vielleicht liegt es ja an solchen Unwägbarkeiten, was bei Studien rauskommen kann, dass man in Österreich lieber gar nicht erst nachsieht.
Die Bevölkerung schließt sich dieser behördlichen Inkonsequenz mit einer der ureigensten österreichischen Charakterzüge an: Ignoranz.
Man ignoriert die Impf-Empfehlungen.
Die Bereitschaft sich gegen Grippe impfen zu lassen liegt europaweit am untersten Level. Nur knapp 10 Prozent der Bevölkerung nehmen das Angebot an. Bei Kindern sind es - laut einer Aussendung des österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller - etwas mehr. So genau weiß das aber niemand.
PS: Wie sehr in Wahrheit alles wurscht ist, wird auch an der redaktionellen Aufbereitung der behördlichen Infos deutlich. Auf der offiziellen Webseite 'Impfen gv at' heißt es: "Der Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt"