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Ich heiße Bert Ehgartner und bin Autor kritischer Wissenschafts-Sachbücher ("Was Sie schon immer über das Impfen wollten", "Die Hygienefalle",...) und Dokumentarfilmer ("Corona.Film", "Die Akte Aluminium"). Zuletzt erschien mein Film "Unter die Haut“
Doch was bedeutet die Idee für die Europäische Union selbst und ihre Mitglieder?
Wenn man den historischen Vergleich nachliest, so ging die Sache für das 'Heilige Land' damals nicht wirklich gut aus. Zehntausende Einheimische starben während des Plünderzuges der Kreuzzügler entlang der Levante und bei der blutigen Eroberung Jerusalems. Ein Schock, der in der muslimischen Erinnerung bis heute nachwirkt.
Es entstanden eigene Herrschaftsstrukturen - die so genannten Kreuzfahrerstaaten. Für die bisherigen Strukturen bedeutete dies Fremdherrschaft, Gewalt und hohe Steuerlast. Der Kreuzzug veränderte die Machtverhältnisse im Nahen Osten nachhaltig und trug zur Einigung - der bislang untereinander zerstrittenen - muslimischen Gruppierungen bei. Nach und nach wurden - z.B. unter Saladin, die Nachfahren der Kreuzzügler zurückgedrängt und besiegt. Viele flohen, wurden getötet oder versklavt.
Dies ließe sich so interpretieren, dass der EU turbulente Zeiten bevor stehen, wenn die neue Kreuzzugs-Idee der Aufnahme der Ukraine tatsächlich umgesetzt wird.
In zehn Tagen sollen die konkreten Verhandlungen über einen beschleunigten EU-Beitritt beginnen.
Das größte der ungelösten Probleme eines Friedensvertrags der Ukraine mit Russland liegt auf ukrainischer Seite. Denn Russland kann den enormen Verlust an Menschenleben und Ressourcen zumindest damit rechtfertigen, dass die Krim und die Gebiete im Osten mit vorwiegend russisch-sprachiger Bevölkerung 'befreit' wurden und nun sicher vor ukrainischen Attacken seien. Die russischen Soldaten werden zu Hause als Helden empfangen werden. Sie können ihren Sold investieren und kehren in eine weitgehend intakte Heimat zurück.
Aber was sagt Selenskij seinen Leuten? Wie kann er den ultranationalistischen und rechtsextremen Gruppierungen (Azov, Svoboda, Pravyi Bewegung), die sich bereits vor dem Krieg über Hass und Ablehnung alles Russischen definierten, erklären, dass die Ost-Gebiete verloren sind?
Was sagt er den rund 800.000 Soldaten, die seit vier Jahren ihr Leben riskiert haben und nun als Verlierer heimkehren?
Was der Bevölkerung, die Unvorstellbares mitgemacht hat: Wo die Mehrzahl der Familien zerrissen wurde, weil Millionen Menschen geflüchtet, viele auch gefallen und noch mehr verwundet und verkrüppelt sind?
Ein enormes Problem stellen auch jene zehntausenden Soldaten dar, die entwurzelt wurden, keine Chance auf eine Rückkehr in ihre Berufe haben, schwer traumatisiert und in vielen Fällen in die Zivilgesellschaft gar nicht mehr resozialisierbar sind. Noch dazu in einem bankrotten Staat mit einer ruinierten Wirtschaft, die außer bei der Produktion von Drohnen kaum irgendwo konkurrenzfähig ist. Einem Staat ohne Sozialhilfe, dafür mit grassierender Korruption.
Wer kümmert sich hier um Männer, die täglich an der Kippe zum Tod standen und auch selbst getötet haben? Was macht man mit solchen Leuten in Friedenszeiten? Wie soll man mit emotionalen Krüppeln und wandelnden Zeitbomben umgehen?
In der Menschheitsgeschichte kamen solche Situationen immer wieder vor. Und es fanden sich manchmal auch unkonventionelle Lösungen. Vielleicht habt Ihr im Geschichtsunterricht von dieser gehört:
Im 10. und 11. Jahrhundert litten weite Teile Frankreichs (und angrenzender Regionen wie Flandern/Niederlothringen, also Teile der heutigen Benelux-Staaten) unter endlosen Fehden. Ritter und kleinere Adlige führten private Kriege, oft mit angeheuerten Söldnern. Plünderungen, Vergewaltigungen und Zerstörungen waren alltäglich – vor allem gegen Bauern und Besitztümer der Kirche. Es gab schon länger keine zentrale Ordnungsmacht, die dem Einhalt gebieten konnte. Weder Landwirtschaft nach Handwerk oder Waren-Transport waren unter diesen Bedingungen möglich. Die Belastung für die Gesellschaft wurde unerträglich.
Da kam Papst Urban II. im Jahr 1095 auf eine großartige Idee. Ein Kreuzzug sollte die überschüssige, destruktive Gewalt der fränkischen Ritter und ihrer Gefolgsleute nach außen lenken – gegen die "Ungläubigen" im Osten.
Tatsächlich gelang es mit Propaganda und Druck, ein riesiges Heer von mehr als 100.000 Personen auf den Weg nach Jerusalem zu schicken, um das 'Heilige Land' von den Ungläubigen zu befreien. Rund 7.000 Ritter und ihre Infanterie inklusive Anhang verließ das gebeutelte Heimatland auf mehrere Jahre. Das Chaos herrschte nun anderswo - weit weg. Rund 70% der Leute, die in den Kreuzzug gezogen waren, kamen nicht mehr zurück. Und somit konnte sich in Europa die Ordnungsmacht wieder etablieren und ein normales Leben ermöglichen.
Wie es aussieht wird derzeit an der modernen Variante dieser Kreuzzugs-Idee gearbeitet.
Und diese lautet: Das verheißene 'Heilige Land' der Ukraine wird die EU. Die heldenhaften Soldaten, die als einziges Heer Europas - neben Russland - Kampferfahrung haben, bilden künftig den Kern eines gemeinsamen EU-Heers.
Und für die ukrainische Bevölkerung gibt es das Trostpflaster, im Eilverfahren in die europäische Staatengemeinschaft integriert zu werden. Das verspricht eine Perspektive auf Wohlstand, Wiederaufbau - oder, wenn das nicht klappt, ungehinderten Umzug in ein anderes EU-Land.
Der EU-Beitritt soll demnach dafür sorgen, dass die Ukraine nach einem Friedensvertrag halbwegs stabil bleibt.
Jetzt beginnt wieder die Zeit des Eincremens. Speziell Kinder gelten als Hochrisikogruppe für Sonnenbrand – und jeder dieser Brände, so warnen Experten, erhöht das spätere Hautkrebsrisiko. Wer jedoch die aktuelle Studienlage betrachtet, entdeckt ein deutlich nuancierteres Bild: Strahlung ist nicht gleich Strahlung, Krebs nicht gleich Krebs - und das Cremen hat auch negative Seiten. Vernünftiger Umgang mit der Sonne ist jedenfalls gesünder als Sonne zu meiden.
Hier gehts zu meinem aktuellen Artikel: https://ehgartner.blogspot.com/2026/06/losen-sonnenbrande-tatsachlich.html
Fast alle Fehler, die möglich sind, hat die SPD bereits gemacht. Jetzt noch das Verbot der AfD durchsetzen zu wollen, wäre Harakiri mit Anlauf. Und der unwürdigste aller Schlusspunkte.
Gestern erschien die neue Umfrage des GMS-Instituts zur politischen Stimmungslage in Deutschland. Am auffälligsten ist der fortdauernde Absturz der Regierungs-Koalition von Union und SPD. Sie kämen nun zusammen auf 34 Prozent, vertreten also nur noch ein Drittel der Wählerschaft.
Besonders krass ist die Lage für die Sozialdemokraten. Sie halten bei 11 Prozent - gleich auf mit den Linken und haben seit der letzten Wahl jeden dritten Wähler verloren.
Längst ist die SPD keine Partei der Arbeiter mehr. Am deutlichsten ist das am Resultat der Landtags-Wahlen in Baden-Württemberg ablesbar. Da wählten nur noch 5 Prozent der Arbeiter rot. Mit 5,5% der Stimmen kam die SPD gerade noch in den Landtag. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Sozialdemokratie verschwindet und bald unsichtbar wird ist hoch. Es droht ein französisches Schicksal.
2012 war die französische 'Parti Socialiste' unter Francois Holland noch gleichauf mit Nicolas Sarkozy bei fast 30%.
2017 erfolgte der Totalabsturz im Kampf gegen Macron und heute halten die Sozialisten in Frankreich bei 5 bis 8%
Was Macron in Frankreich war, ist in Deutschland die AfD. Massenhaft wechseln die Wähler das Lager. Und längst sind es nicht nur die Arbeiter, die den Roten den Laufpass geben.
Fragt man SPD-Vertreter nach Rezepten, wie das gestoppt werden kann, so kommt meist ein einziger Lösungsansatz: Man muss die AfD verbieten. Der Ex-Vorsitzende und Vize-Kanzler Franz Müntefering fordert in der aktuellen Ausgabe der 'Zeit' ein sofortiges Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Ex-Vorsitzende Saskia Esken stimmt dem bei jeder Gelegenheit zu. In einem aktuellen Beitrag auf instagram bezeichnet sie AfD Politiker als Faschisten und vergleicht sie mit Josef Göbbels. Der aktuelle SPD-Chef Lars Klingbeil betont die "historische Aufgabe“, die AfD „wieder aus den Parlamenten herauszukriegen“.
Der Politologe Philip Manow kritisiert - ebenfalls in der 'Zeit' - die moralische Überhöhung solcher Argumente und das Ignorieren ökonomischer Realitäten. Die SPD habe es versäumt, auf die materiellen Sorgen ihrer traditionellen Klientel (Arbeiter, Kleinbürgertum) angemessen zu reagieren. Sie flüchte stattdessen in Wählerbeschimpfung. "Nun kann man natürlich zum Urteil kommen, AfD-Wähler seien alles fehlgeleitete Wesen oder Opfer ihres autoritären Charakters", sagt Manow. "Aber weder ist in der Demokratie Wählerbeschimpfung sinnvoll noch in der Politikwissenschaft die Arbeitshypothese, große Segmente der Wählerschaften seien halt nicht zurechnungsfähig."
Der Zeit-Reporter fragt daraufhin: "Schön und gut, aber vielleicht geht es den Rechtspopulisten weltweit weder um Ökonomie noch um Kultur, sondern um die Abschaffung der Demokratie?"
Manow antwortet darauf: "Die These krankt auf ähnliche Weise wie die von den affektgetriebenen Wählern. Warum soll ich die wählen, die mich zukünftig nicht mehr wählen lassen? Ja, klar – weil ich zu dumm bin, das zu erkennen."
Die AfD hält in der aktuellen Umfrage bei 27 Prozent mit weiterhin steigender Tendenz. Anstatt deren Wähler zu beschimpfen, wäre es für die SPD dringend nötig, ihre politische Haltung während der letzten Jahre zu reflektieren. Der Zuwachs der AfD hat nämlich nur mehr am Rande mit der Ausländer-Problematik zu tun. Kanzler Scholz und Gesundheitsminister Lauterbach haben mit ihrem Handling der Covid-Pandemie Legionen von Wählern vertrieben. Dasselbe gilt für solche polarisierenden Gestalten wie Verteidigungsminister Pistorius, der von der Russenhasser-Fraktion geliebt, von der Mehrzahl jener Menschen, die für Friedensverhandlungen und gegen Aufrüstung eintreten, aber verabscheut wird.
Die SPD hat offensiv ihre eigene Vergangenheit mit Entspannungs-Politikern wie Willy Brandt, Egon Bahr oder Helmut Schmidt verraten. Ideologisch verbohrt folgt sie lieber Hetzern wie Strack-Rheinmetall, Röttgen oder Kiesewetter in ihrem Konfrontationskurs und wird in ihrer Haltung beinahe schon ununterscheidbar zur olivgrünen Moralfraktion.
Am nächsten Sonntag, dem 31. Mai gibt es wieder mal eine Chance, meinen neuen Film "LEBENDIG ODER TOT" zu sehen. Diesmal in Mistelbach am Hauptplatz 13 im geräumigen neuen Lokal der "Lichtquelle" von Brigitta Harrach.
Ich bin auch dabei und freue mich - im A/Users/bertehgartner/Desktop/Bildschirmfoto 2026-05-27 um 09.01.05.pngnschluss an den Film - mit Euch zu diskutieren. Beginn ist um 18:00 Uhr. https://www.lichtquelle.at/termin/lebendig-oder-tot-das-impf-paradox-bert-ehgartners-brandneuer-film/