🏦 Citi startet Bitcoin-Verwahrung für institutionelle Kunden
Citigroup plant, noch in diesem Jahr Bitcoin-Custody-Dienste für institutionelle Anleger anzubieten. Bitcoin wird die erste Kryptowährung sein, die über die neue Plattform Custody+ unterstützt wird – weitere digitale Assets sollen folgen.
Custody+ kombiniert Krypto- und traditionelle Asset-Verwahrung auf einer einzigen Plattform. Das Angebot umfasst 24/7-Zugang, sicheres Schlüsselmanagement, Echtzeit-Asset-Servicing, schnellere Abwicklung sowie Liquiditätstools und KI-gestützte Marktinformationen. Bestehende Reporting-, Steuer- und Verwahrungsworkflows werden integriert.
Citi verwaltet Vermögenswerte in Höhe von rund 2,8 Billionen US-Dollar. Der Schritt unterstreicht die wachsende Bereitschaft großer Wall-Street-Banken, digitale Assets in ihre institutionelle Infrastruktur einzubinden.
⚖️ GENIUS Act: US-Finanzministerium nimmt Tether ins Visier
Das US-Finanzministerium hat einen detaillierten Vorschlag vorgelegt, der definieren soll, wer unter dem neuen Bundesgesetz als Stablecoin-Emittent gilt. Grundlage ist der GENIUS Act, der erstmals einen einheitlichen regulatorischen Rahmen für Stablecoins in den USA schafft.
Der Entwurf, der am Montag veröffentlicht wurde, richtet sich dem Bericht zufolge gezielt gegen Tether – den weltweit größten Stablecoin-Emittenten nach Marktkapitalisierung. Vor einer endgültigen Regelung ist eine 60-tägige öffentliche Kommentierungsphase vorgesehen. Ursprüngliche Fristen wurden bereits überschritten.
Der GENIUS Act gilt als bedeutendster Versuch des US-Gesetzgebers, den Stablecoin-Markt bundesweit zu regulieren und klare Anforderungen an Emittenten zu stellen.
⚖️ EU ermöglicht länderweite Krypto-Sperren bei Sanktionsumgehung
Die EU hat ihr 21. Russland-Sanktionspaket vom 23. Juli um eine neue Krypto-Dimension erweitert: Erstmals können Regulatoren den Zahlungsverkehr mit ganzen Ländern sperren, wenn diese wiederholt bei der Umgehung von EU-Sanktionen helfen.
Das Paket listet 14 ausländische Dienstleistungsplattformen neu auf und verschärft die Regeln für das russische Rubel-Stablecoin-Netzwerk sowie die daran beteiligten Institutionen. EU-Betreiber könnten damit künftig von Krypto-Anbietern in bestimmten Drittstaaten vollständig abgeschnitten werden.
Die Maßnahme markiert eine Eskalation in der EU-Sanktionspolitik: Nicht mehr nur einzelne Akteure, sondern ganze Jurisdiktionen geraten ins Visier, wenn sie als Knotenpunkte für Sanktionsumgehung über Krypto-Kanäle gelten.
🪙 Sechs US-Banken testen tokenisierte Einlagen via Fireblocks
Sechs lizenzierte US-Banken entwickeln gemeinsam ein Modell für tokenisierte Einlagen auf Basis der Infrastruktur von Fireblocks. Das Projekt markiert einen strukturellen Schritt hin zur Tokenisierung klassischer Bankeinlagen.
Weitere Details zu den beteiligten Instituten, dem genauen technischen Aufbau oder einem geplanten Starttermin sind aus den vorliegenden Informationen nicht bekannt.
⚖️ SEC verschiebt Abstimmung über Krypto-Regulierung
Die US-Börsenaufsicht SEC hat die geplante Abstimmung über die sogenannte „Regulation Crypto" kurzfristig abgesagt. Token-Emittenten und -Inhaber bleiben damit weiterhin den bestehenden Wertpapiergesetzen unterworfen – ein Safe Harbor, der Krypto-Projekten mehr Rechtssicherheit bieten sollte, ist vorerst nicht in Sicht.
Wann die Abstimmung nachgeholt werden soll, ist derzeit unklar. Die regulatorische Unsicherheit für den US-Kryptomarkt hält damit an.
🏦 Binance überholt CME bei Bitcoin-Futures-Open-Interest
Binance hat CME Group beim Bitcoin-Futures-Open-Interest erstmals seit Ende 2023 wieder überholt. Der Krypto-Marktplatz hält derzeit rund 148.500 Bitcoin an offenen Kontrakten, während CME auf etwa 102.840 Bitcoin kommt.
Die Verschiebung dreht zwei Jahre institutioneller Dominanz durch CME zurück – ein Zeitraum, in dem regulierte US-Terminmärkte zunehmend als Maßstab für institutionelles Bitcoin-Engagement galten. Ob dieser Rückgang ein struktureller Trend oder eine temporäre Bewegung ist, bleibt anhand der vorliegenden Daten offen.
🔐 Bits of Gold: Datenleck bei 200.000 Kunden möglich
Israels größter regulierter Krypto-Broker Bits of Gold untersucht einen möglichen Datenschutzvorfall, der bis zu 200.000 Kunden betreffen könnte.
Laut Berichten geht der Vorfall auf einen Drittanbieter zurück. Dabei könnten Namen, Ausweisdaten, Bankverbindungen und Wallet-Adressen kompromittiert worden sein. Das Unternehmen betont, dass Kundengelder nicht betroffen seien.
Bits of Gold ist die größte regulierte Krypto-Handelsplattform in Israel. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsrisiken durch externe Dienstleister im Krypto-Sektor.