🔐 Gefälschte Ledger-Geräte mit Spyware in Asien und Europa entdeckt
Manipulierte Ledger-Hardware-Wallets mit eingebetteter Spyware sind in mehreren Ländern Asiens und Europas aufgetaucht. Die Geräte sollen im Rahmen von Supply-Chain-Angriffen in Umlauf gebracht worden sein – also bevor sie den legitimen Handel erreichten.
Im Zusammenhang mit den gefälschten Geräten werden Diebstähle von umgerechnet über 86 Millionen US-Dollar vermutet. Die Spyware soll dazu dienen, private Schlüssel oder Seed-Phrasen der Nutzer abzugreifen und so unbefugten Zugriff auf Krypto-Bestände zu ermöglichen.
Ledger-Nutzer sollten Geräte ausschließlich über offizielle Kanäle beziehen und die Echtheit beim Erhalt sorgfältig prüfen. Supply-Chain-Angriffe auf Hardware-Wallets gelten als besonders schwerwiegend, da sie schwer zu erkennen sind und das Vertrauen in physische Sicherheitslösungen grundlegend erschüttern können.
⚖️ UK-Gericht: Chinesisches Recht gilt für Bitcoin-Beschlagnahmung
Ein britisches High Court hat entschieden, dass chinesisches Recht für die Ansprüche der Betrugsopfer auf 61.000 beschlagnahmte Bitcoin gilt – ein Rückschlag für die Kläger und ein Vorteil für den britischen Staat.
Die Bitcoin wurden von der Metropolitan Police im Zuge der Ermittlungen gegen Zhimin Qian sichergestellt, der sich schuldig bekannte, Tausende Menschen in China betrogen zu haben. Zum aktuellen Kurs haben die 61.000 Bitcoin einen Wert von rund 5 Milliarden Dollar. Die Frage des endgültigen Eigentums ist damit noch nicht abschließend geklärt.
Die Entscheidung erhöht die Chancen, dass der britische Staat die beschlagnahmten Coins letztlich einbehält – da chinesisches Recht die Ansprüche der Opfer möglicherweise anders bewertet als britisches Recht.
🟠 Bitcoin erholt sich über 83.000 Dollar trotz Aktienmarkt-Schwäche
Bitcoin ist nach einem kurzen Rücksetzer wieder über die Marke von 83.000 Dollar gestiegen – und entkoppelte sich dabei von deutlichen Verlusten an den Aktienmärkten. Koreanische Chip-Aktien sowie Nasdaq-Futures gerieten unter Druck, während Bitcoin gegensteuerte.
Die Erholung erfolgte im Vorfeld des US-Inflationsberichts (CPI), der am Donnerstag veröffentlicht werden soll. Anleger beobachten die Daten genau, da sie Hinweise auf die weitere Zinspolitik der US-Notenbank Fed liefern könnten.
🔷 Bitmine hält 4,9 % aller Ethereum nach neuem Kauf
Bitmine (BMNR) hat vergangene Woche weitere 12.532 Ethereum im Wert von rund 32 Millionen Dollar erworben. Der Gesamtbestand des Unternehmens steigt damit auf 6,03 Millionen Ethereum – das entspricht 4,9 % des gesamten umlaufenden Angebots. 84 % der gehaltenen Token sind gestakt.
Mitgründer Tom Lee erklärte, das Unternehmen sei mit dem Aufbau seiner Ethereum-Reserve nahezu abgeschlossen. Lee äußerte zudem die Einschätzung, der Kryptomarkt könnte vor dem bislang größten Bullenmarkt seiner Geschichte stehen.
🟠 Strategy kauft weitere 250 Bitcoin für 21,5 Mio. Dollar
Michael Saylors Strategy hat erneut Bitcoin zugekauft: 250 Bitcoin für rund 21,5 Millionen US-Dollar. Damit belaufen sich die Gesamtbestände des Unternehmens auf 848.250 Bitcoin – rund 4 % des auf 21 Millionen begrenzten Gesamtangebots, mit einem aktuellen Marktwert von etwa 71 Milliarden Dollar. Die liquiden Mittel des Unternehmens liegen weiterhin bei 4,88 Milliarden Dollar.
🏦 Jeonbuk Bank: Südkoreas erste Bitcoin-besicherte Unternehmenskredite
Südkoreas Jeonbuk Bank hat als erstes Kreditinstitut des Landes Won-Kredite eingeführt, die mit Bitcoin besichert sind. Das Programm richtet sich vorerst ausschließlich an Firmenkunden, die Betriebskapital benötigen.
Das Modell trennt Kreditvergabe und Verwahrung: Registrierte Custodians halten die Bitcoin als Sicherheit, während die Bank Won auszahlt – ohne die Coins in die eigene Bilanz zu übernehmen. Bei einem Kursrückgang von Bitcoin liegt das Risiko damit primär in der Bewertung und im Collateral-Monitoring. Eine Ausweitung auf Privatkunden ist laut Bank abhängig von regulatorischen Entwicklungen und der Marktnachfrage.
Südkorea hat den Kryptomarkt in den vergangenen Jahren schrittweise reguliert. Die Einbindung von Bitcoin als bankfähige Kreditsicherheit durch ein lizenziertes Institut markiert einen neuen Schritt in der institutionellen Akzeptanz digitaler Assets im Land.
⚖️ Liquid Network: Auszahlungen nach Exploit weiter gesperrt
Seit 35 Tagen sind Auszahlungen (Peg-Outs) im Liquid Network ausgesetzt. Ein Angreifer hatte eine Schwachstelle in der Elements-Software ausgenutzt und knapp 4.000 Bitcoin aus dem Protokoll abgezogen. Inzwischen wurden 3.400 Bitcoin zurückgewonnen – doch LBTC-Inhaber können ihre Token weiterhin nicht gegen echte Bitcoin einlösen.
Der Grund: Ein unabhängiges externes Sicherheitsaudit der Elements-Version 23.3.4 ist noch im Gange. Bis zu dessen Abschluss bleibt der Peg-Out-Mechanismus gesperrt. Die Besicherungsquote des Liquid Network liegt derzeit bei 86 Prozent.