🌐 Circle startet Arc-Blockchain am 16. September mit BlackRock und Visa
Circle hat den Start seiner Arc-Blockchain auf den 16. September festgelegt. Als Gründungsvalidatoren beteiligen sich BlackRock, Visa, Mastercard, DTCC, SBI Group und Standard Chartered – eine ungewöhnlich dichte Konzentration globaler Finanzinstitute für ein neues Blockchain-Netzwerk.
BlackRocks tokenisierter Geldmarktfonds BUIDL soll nach dem Launch auf Arc eingesetzt werden. Arc richtet sich damit klar an institutionelle Anwendungsfälle – von Stablecoins bis hin zu tokenisierten Finanzprodukten. Circle ist als Herausgeber des USDC-Stablecoins bekannt.
Das Mainnet befindet sich laut Circle bereits in der Testphase. Der Start markiert einen weiteren Schritt in der zunehmenden Konvergenz traditioneller Finanzinfrastruktur mit öffentlichen Blockchain-Netzwerken.
Ein neuer Ethereum-Verbesserungsvorschlag (EIP-8361) sieht vor, die Staking-Rendite für Validatoren von derzeit 2,6 % auf rund 1,2 % zu senken – ein Rückgang von 54 %, der über 18 Monate schrittweise eingeführt werden soll.
Der Mechanismus basiert auf einem Burn: Je mehr ETH insgesamt gestakt wird, desto größer der Anteil der Konsensbelohnungen, der verbrannt wird. Damit soll das Wachstum des gestakten Anteils gebremst werden. Die Folge wäre jedoch, dass beliebte DeFi-Strategien, die auf gestaktem ETH als Renditebasis aufbauen – sogenannte Looping-Strategien – bei den aktuellen Konditionen in die Verlustzone rutschen könnten.
Der Vorschlag ist noch nicht verabschiedet, verdeutlicht aber die laufende Debatte im Ethereum-Ökosystem über das Gleichgewicht zwischen Netzwerksicherheit, Inflation und der Rentabilität von DeFi-Protokollen.
🪙 Ripple baut vollständigen Tokenisierungs-Stack für Institutionen
Ripple treibt den Aufbau einer umfassenden Infrastruktur für tokenisierte Vermögenswerte voran. Präsidentin Monica Long skizzierte die Strategie: Das Unternehmen entwickelt Lösungen für Ausgabe, Stablecoin-Integration, Handel, Verwahrung und Kreditvergabe – alles auf dem XRP Ledger (XRPL).
Das XRPL-Ökosystem verbindet programmierbare Gelder mit kontinuierlicher Abwicklung, Liquidität, Rendite, Sicherheitenverwaltung und Compliance-Tools. Ziel ist es, Finanzinstituten eine vollständige Infrastruktur für den Einstieg in tokenisierte Assets bereitzustellen – von der Emission bis zur regulatorischen Konformität.
Ripple positioniert sich damit als Komplettanbieter im wachsenden Markt für Real-World-Asset-Tokenisierung, in dem zunehmend auch traditionelle Banken und Vermögensverwalter aktiv werden.
🔐 Coldcard warnt: Bitcoin-Wallet-Exploit weiterhin aktiv
Coldcard-Hersteller Coinkite hat bestätigt, dass eine aktive Sicherheitslücke in bestimmten Modellen und Firmware-Versionen der Hardware-Wallet weiterhin ausgenutzt wird. Nutzer werden dringend aufgefordert, ihre Bitcoin auf sichere Adressen zu transferieren.
Die Schwachstelle steht laut Coinkite im Zusammenhang mit Verlusten von rund 114 Millionen Dollar. Welche Modelle und Firmware-Versionen konkret betroffen sind, hat das Unternehmen kommuniziert, ein vollständiger Patch liegt offenbar noch nicht vor.
Coldcard-Nutzer sollten die offiziellen Sicherheitshinweise des Herstellers umgehend prüfen und ihre Geräte sowie Firmware auf Betroffenheit kontrollieren.
🪙 BlackRock tokenisiert 311-Milliarden-Geldmarktfonds in Europa
BlackRock hat in Europa tokenisierten Zugang zu seinem Geldmarktfonds-Portfolio mit einem Volumen von 311 Milliarden Dollar eingeführt. Damit weitet der weltgrößte Vermögensverwalter den Einsatz von Blockchain-Technologie im traditionellen Finanzwesen aus.
Bereits früher in dieser Woche hatte BlackRock seine tokenisierte Cash-Plattform in den USA ausgebaut – durch On-Chain-Anteile an einem bestehenden Fonds sowie einen neuen Fonds mit täglicher Wiederanlage in Stablecoins. Die europäische Erweiterung folgt diesem Kurs konsequent.
BlackRock gehört zu den aktivsten institutionellen Akteuren bei der Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) und festigt damit seine Rolle an der Schnittstelle von TradFi und Blockchain-Infrastruktur.
Galaxy Research schätzt, dass durch eine Sicherheitslücke in der Coldcard-Hardware-Wallet bislang 1.596 Bitcoin in drei bestätigten Angriffswellen gestohlen wurden. Wird eine vermutete vierte Welle bestätigt, könnten die Gesamtverluste auf rund 2.055 Bitcoin – umgerechnet knapp 130 Millionen US-Dollar – steigen.
Bemerkenswert: Laut Galaxy sind 90 Prozent der gestohlenen Bitcoin bisher nicht bewegt worden. Die Ermittlungen zur vierten Angriffswelle dauern an; deren Verluste gelten noch als unbestätigt.
⚖️ Iranverknüpfte Dubai-Börse transferierte 676 Mio. Dollar zu Binance
Eine Reuters-Recherche enthüllt: Eine nicht lizenzierte Kryptobörse in Dubai soll mindestens 4 Milliarden Dollar gewaschen haben – darunter 676 Millionen Dollar, die direkt zu Binance flossen. Blockchain-Analysten verfolgten die Transaktionen und stellten fest, dass die Börse der iranischen Zentralbank sowie einem Glücksspielnetzwerk mit rund 2.000 Websites Zugang zu den globalen Kryptomärkten verschaffte. Die Plattform operierte demnach ohne gültige Lizenz.