🔐 Coldcard warnt: Bitcoin-Wallet-Exploit weiterhin aktiv
Coldcard-Hersteller Coinkite hat bestätigt, dass eine aktive Sicherheitslücke in bestimmten Modellen und Firmware-Versionen der Hardware-Wallet weiterhin ausgenutzt wird. Nutzer werden dringend aufgefordert, ihre Bitcoin auf sichere Adressen zu transferieren.
Die Schwachstelle steht laut Coinkite im Zusammenhang mit Verlusten von rund 114 Millionen Dollar. Welche Modelle und Firmware-Versionen konkret betroffen sind, hat das Unternehmen kommuniziert, ein vollständiger Patch liegt offenbar noch nicht vor.
Coldcard-Nutzer sollten die offiziellen Sicherheitshinweise des Herstellers umgehend prüfen und ihre Geräte sowie Firmware auf Betroffenheit kontrollieren.
🪙 BlackRock tokenisiert 311-Milliarden-Geldmarktfonds in Europa
BlackRock hat in Europa tokenisierten Zugang zu seinem Geldmarktfonds-Portfolio mit einem Volumen von 311 Milliarden Dollar eingeführt. Damit weitet der weltgrößte Vermögensverwalter den Einsatz von Blockchain-Technologie im traditionellen Finanzwesen aus.
Bereits früher in dieser Woche hatte BlackRock seine tokenisierte Cash-Plattform in den USA ausgebaut – durch On-Chain-Anteile an einem bestehenden Fonds sowie einen neuen Fonds mit täglicher Wiederanlage in Stablecoins. Die europäische Erweiterung folgt diesem Kurs konsequent.
BlackRock gehört zu den aktivsten institutionellen Akteuren bei der Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) und festigt damit seine Rolle an der Schnittstelle von TradFi und Blockchain-Infrastruktur.
Galaxy Research schätzt, dass durch eine Sicherheitslücke in der Coldcard-Hardware-Wallet bislang 1.596 Bitcoin in drei bestätigten Angriffswellen gestohlen wurden. Wird eine vermutete vierte Welle bestätigt, könnten die Gesamtverluste auf rund 2.055 Bitcoin – umgerechnet knapp 130 Millionen US-Dollar – steigen.
Bemerkenswert: Laut Galaxy sind 90 Prozent der gestohlenen Bitcoin bisher nicht bewegt worden. Die Ermittlungen zur vierten Angriffswelle dauern an; deren Verluste gelten noch als unbestätigt.
⚖️ Iranverknüpfte Dubai-Börse transferierte 676 Mio. Dollar zu Binance
Eine Reuters-Recherche enthüllt: Eine nicht lizenzierte Kryptobörse in Dubai soll mindestens 4 Milliarden Dollar gewaschen haben – darunter 676 Millionen Dollar, die direkt zu Binance flossen. Blockchain-Analysten verfolgten die Transaktionen und stellten fest, dass die Börse der iranischen Zentralbank sowie einem Glücksspielnetzwerk mit rund 2.000 Websites Zugang zu den globalen Kryptomärkten verschaffte. Die Plattform operierte demnach ohne gültige Lizenz.
⚖️ Robinhood erhält FCA-Registrierung für den britischen Markt
Robinhood hat die offizielle Krypto-Registrierung der britischen Finanzaufsicht FCA erhalten und darf damit Kryptowährungsdienstleistungen im Vereinigten Königreich anbieten. Die britische Tochtergesellschaft wurde zum 31. Juli in die FCA-Liste registrierter Kryptounternehmen aufgenommen.
Die Zulassung kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: Das Vereinigte Königreich befindet sich im Aufbau eines neuen Regulierungsrahmens für Krypto-Assets. Robinhood sichert sich damit frühzeitig eine regulatorische Grundlage, bevor das neue Lizenzierungssystem vollständig in Kraft tritt.
🌐 Schweiz: Krypto-Nutzung doppelt so hoch wie in Deutschland
Laut einer aktuellen Bearingpoint-Studie nutzen 23 % der Schweizer Erwachsenen Kryptowährungen zumindest gelegentlich – mehr als doppelt so viel wie in Deutschland, wo die Quote bei 11 % liegt. Die Zahlen spiegeln wider, wie konsequent die Schweiz in den vergangenen Jahren regulatorische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen für digitale Assets geschaffen hat. Digitale Vermögenswerte gelten dort zunehmend als fester Bestandteil des Finanzalltags.