Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, hat auf einen bevorstehenden Bitcoin-Kauf hingedeutet – den ersten seit rund zwei Monaten. Bitcoin erholte sich dabei von seinem Freitagstief und näherte sich der Marke von 79.000 Dollar.
Die Bitcoin-Dominanz stieg in diesem Umfeld auf über 60 Prozent. Strategys Bewertung legte im Zuge der Kurserholung ebenfalls zu. Saylor veröffentlicht regelmäßig Andeutungen auf bevorstehende Käufe über soziale Medien, bevor das Unternehmen offiziell seine Positionen meldet.
Strategy gilt als größter börsennotierter Bitcoin-Halter weltweit und hat seine Bestände in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut.
🪙 Tokenisierte Aktien erreichen 29,5 Mrd. Dollar – Coinbase startet auf Base
Das Volumen tokenisierter Aktientransfers ist um 415 % auf 29,5 Milliarden Dollar gestiegen. Coinbase hat zeitgleich vier aktienbasierte Equity-Token auf seiner eigenen Blockchain Base eingeführt – zunächst ausschließlich für Nutzer außerhalb der USA.
Die Token bilden reale Unternehmensanteile ab und sind über das Base-Netzwerk handelbar. Der Schritt markiert einen weiteren Ausbau des Marktes für tokenisierte Realwerte (RWA), der zuletzt deutlich an Dynamik gewonnen hat.
🔐 Sandwich-Bot verdient 295 Mio. Dollar – und verliert 7,5 Mio.
Ein einzelner Ethereum-Smart-Contract hat seit März 2023 über 117.000 Ether im Wert von rund 295 Millionen Dollar durch Sandwich-Angriffe auf andere Nutzer eingenommen. Im Juni wurde der Bot selbst zum Opfer: Ein unbekannter Angreifer setzte 66 eigene Contracts ein und wendete dieselbe Taktik gegen den Bot an – mit einem Gewinn von 7,5 Millionen Dollar.
Sandwich-Angriffe sind eine Form von MEV (Maximal Extractable Value): Ein Bot erkennt ausstehende Transaktionen im Mempool, platziert eigene Orders davor und dahinter, um den Preis zu seinen Gunsten zu verschieben und den Gewinn einzustreichen. Im Juni-Vorfall wurde diese Methode gegen den Bot selbst gerichtet – ein seltenes Beispiel, bei dem ein MEV-Akteur mit seinen eigenen Mitteln ausgehebelt wurde.
🔐 Moonwell-Protokoll auf Base um 8,7 Mio. Dollar exploitet
Das DeFi-Protokoll Moonwell wurde auf der Base-Blockchain Opfer eines Exploits, der erhebliche Schäden verursacht hat. Ein Angreifer nutzte eine Schwachstelle im MAMO-Markt aus und ermöglichte sich dadurch Kreditaufnahmen in Höhe von 11,03 Millionen Dollar.
Laut dem offiziellen Post-Mortem belaufen sich die verbleibenden Verbindlichkeiten betroffener Kreditnehmer auf 9,131 Millionen Dollar. Der tatsächliche Nettoverlust durch den Angriff wird auf rund 8,7 Millionen Dollar beziffert.
Base ist eine von Coinbase entwickelte Layer-2-Blockchain auf Ethereum-Basis. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von DeFi-Sicherheitsvorfällen ein, die Schwachstellen in Kreditprotokollen auf Layer-2-Netzwerken offenlegen.
⚖️ Interpol zerschlägt Krypto-Betrugnetzwerke in 22 Ländern
Im Rahmen der Operation Jackal IV hat Interpol 58 Personen verhaftet, 263 weitere Verdächtige identifiziert und Vermögenswerte im Wert von 2,67 Millionen Dollar beschlagnahmt. Die koordinierte Aktion richtete sich gegen Krypto-Investmentbetrug, Romance-Fraud-Netzwerke und Geldwäscheoperationen.
An der Operation waren 22 Länder beteiligt. Interpol veröffentlichte die Ergebnisse am 25. August in einer offiziellen Mitteilung. Die Ermittlungen zeigen, wie international verzweigt kriminelle Strukturen im Krypto-Bereich agieren – von gefälschten Investmentplattformen bis hin zu organisierten Geldwäschenetzwerken.
🟠 Bitcoin nähert sich Gold – Korrelation zum Nasdaq sinkt
Laut Grayscale verändert sich Bitcoins Verhältnis zu traditionellen Anlageklassen spürbar: Die Korrelation zum Nasdaq-Index nimmt ab, während jene zu Gold zunimmt. Bitcoin verhält sich damit zunehmend wie ein makroökonomisches Absicherungsinstrument und weniger wie ein Technologiewert.
Als Treiber nennt Grayscale die wachsende US-Staatsverschuldung und erneute fiskalische Unsicherheiten, die den sogenannten „Debasement Trade" wiederbeleben – also die Strategie, Kapital in Vermögenswerte umzuschichten, die als Schutz vor Währungsentwertung gelten. Bitcoin und Gold profitieren in diesem Umfeld gleichermaßen von der Nachfrage institutioneller und privater Anleger.
Die Verschiebung der Korrelationsstruktur gilt als relevantes Signal für die Marktpositionierung: Sollte sich der Trend festigen, könnte Bitcoin langfristig stärker als Makro-Asset wahrgenommen werden – vergleichbar mit der Rolle, die Gold seit Jahrzehnten im Portfolio einnimmt.
📈 BlackRock dominiert: IBIT zieht 115 % aller Bitcoin-ETF-Zuflüsse
BlackRocks Bitcoin-ETF IBIT hat an einem einzigen Handelstag mehr Kapital angezogen als der gesamte Markt netto verzeichnete. Der Fonds übertraf den Marktgesamtzufluss von 242,3 Millionen Dollar, während konkurrierende Produkte per Saldo Abflüsse verbuchten.
Fünf kleinere Bitcoin-ETFs wiesen zwar positive Einzelzuflüsse auf, konnten die Abflüsse bei anderen Konkurrenzprodukten jedoch nicht ausgleichen. Damit entfiel faktisch mehr als der gesamte Nettozufluss des Marktes allein auf IBIT – ein Zeichen für die zunehmende Konzentration von Kapital im marktführenden Produkt von BlackRock.