⚖️ US-Behörden verpassen Frist für Stablecoin-Regeln
US-Regulierungsbehörden haben die im GENIUS Act vorgesehene Einjahresfrist zur Finalisierung der Umsetzungsregeln für Stablecoins verpasst. Statt verbindlicher Vorschriften wurden lediglich 10 Regelentwürfe veröffentlicht.
Die endgültigen Durchführungsbestimmungen, die das Gesetz innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten vorschreibt, liegen damit noch nicht vor. Der GENIUS Act gilt als zentrales US-Gesetzgebungsprojekt zur Regulierung von Stablecoins.
🔐 USA frieren 130 Mio. Dollar iranische Krypto-Assets ein
Nach US-Luftangriffen auf die iranische Insel Qeschm nahe der Straße von Hormus hat das US-Finanzministerium iranische Krypto-Vermögenswerte im Wert von 130 Millionen Dollar eingefroren. Bitcoin reagierte kurzfristig mit einem Rückgang auf 99.500 Dollar, erholte sich anschließend jedoch wieder.
⚖️ USA unter Druck: Brasilien im Fadenkreuz wegen Zahlungssystemen
Washington betrachtet Brasiliens Förderung nicht-dollarbasierter Zahlungskanäle – darunter das nationale Echtzeitzahlungssystem Pix und den Stablecoin-Markt – als potenzielle Bedrohung für den Dollar als globale Handelswährung.
Dabei zeigt die Realität ein anderes Bild: Rund 90 % der Krypto-Transaktionen in Brasilien entfallen auf Dollar-gekoppelte Stablecoins. Die USA richten sich also gegen ein Land, dessen Krypto-Aktivität den Dollar de facto stärkt.
Der Fall verdeutlicht das wachsende geopolitische Spannungsfeld rund um Stablecoins und digitale Zahlungsinfrastruktur – und wie Washington versucht, die Dollarhegemonie auch im Krypto-Zeitalter zu verteidigen.
💵 Circle erhält US-Bundesbanklizenz – Banken warnen vor 500-Mrd.-Abfluss
Circle hat am 10. Juli die endgültige Genehmigung des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) erhalten, eine nationale Trust-Bank unter Bundesaufsicht zu betreiben. Das Unternehmen bezeichnete dies als wichtigen Schritt für USDC und seine Stellung im US-Finanzsystem.
Parallel warnen traditionelle Kreditinstitute, dass die wachsende Stablecoin-Nutzung Einlagen in Höhe von bis zu 500 Milliarden Dollar aus dem klassischen Bankensystem abziehen könnte. Stablecoins wie USDC halten Reserven in US-Staatsanleihen, anstatt Gelder in die Kreditvergabe zu leiten – was Banken direkte Einnahmen kostet.
Die Bundesbanklizenz für Circle kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der US-Kongress an einer umfassenden Stablecoin-Regulierung arbeitet. Die stärkere institutionelle Einbindung von USDC könnte den Druck auf traditionelle Banken weiter erhöhen.
📈 E*TRADE bringt Krypto direkt ins Brokerage-Konto
Morgan Stanleys Tochter E*TRADE hat den Handel mit Bitcoin, Ethereum und Solana für berechtigte US-Kunden gestartet. Die Kryptowerte sind damit direkt im bestehenden Brokerage-Konto handelbar – ohne separates Exchange-Konto.
Die Handelsgebühr beträgt 0,50 % pro Transaktion. Kunden können die drei Kryptowährungen neben klassischen Wertpapieren wie Aktien und ETFs im selben Interface kaufen, verkaufen und halten.
Der Schritt unterstreicht die zunehmende Integration von Krypto in traditionelle Finanzinfrastruktur. Mit Morgan Stanley im Hintergrund ist E*TRADE einer der größten US-Broker, der Krypto nativ in sein Standardangebot aufnimmt.
🔐 Florida: Malware in Steam-Spielen stiehlt 220.000 Dollar in Krypto
US-Bundesbehörden haben einen 21-jährigen Mann aus Florida verhaftet, der verdächtig ist, über manipulierte Steam-Spiele mindestens 220.000 Dollar in Kryptowährungen gestohlen zu haben.
Laut Anklageschrift soll Zyaire Wilkins gemeinsam mit Komplizen zwischen Mai 2024 und Februar 2026 acht mit Malware infizierte Spiele veröffentlicht haben. Dabei wurden rund 8.000 Geräte kompromittiert und Zugang zu 80 Krypto-Wallets erlangt. Die Spiele wurden mutmaßlich auf der Valve-Plattform Steam hochgeladen; die Anklageschrift nennt die Plattform nicht explizit beim Namen.
Eine abschließende Anhörung ist für Juni geplant. Das FBI hatte zuvor öffentlich nach Opfern gesucht.