🟠 AnchorWatch startet Bitcoin-Verwahrung mit bis zu 370 Mio. Dollar Versicherung
AnchorWatch Trust Company hat einen regulierten Bitcoin-Verwahrungsservice gestartet, der in Nevada lizenziert ist und eine optionale Versicherung von bis zu 370 Millionen US-Dollar pro Kunde bietet.
Die monatlichen Gebühren sind auf maximal 10.000 US-Dollar gedeckelt. Das Angebot richtet sich damit offenbar an institutionelle Kunden, die eine versicherte und regulierte Verwahrungslösung suchen.
Nevada gilt als einer der regulatorisch aufgeschlosseneren US-Bundesstaaten für Finanzdienstleister im Krypto-Bereich. Die hohe Versicherungssumme pro Kunde hebt AnchorWatch von klassischen Verwahrungsanbietern ab, bei denen Versicherungsdeckungen häufig deutlich niedriger oder auf Gesamtbestände begrenzt sind.
🪙 BNB Chain führt Markt für tokenisierte Aktien an
BNB Chain hält laut aktuellen Daten 42,59 % des Marktes für tokenisierte Aktien – mehr als Ethereum und Solana zusammen.
Das entspricht einem verwalteten Volumen von 1,47 Milliarden US-Dollar in tokenisierten Wertpapieren auf der BNB Chain. Damit hat das Netzwerk sowohl Ethereum als auch Solana in diesem Segment überholt und sich als führende Infrastruktur für Real-World-Asset-Tokenisierung im Aktienbereich positioniert.
Die Tokenisierung traditioneller Finanzinstrumente wie Aktien auf öffentlichen Blockchains gewinnt zunehmend an Bedeutung – insbesondere vor dem Hintergrund wachsenden institutionellen Interesses an On-Chain-Finanzprodukten.
Qubic hat seine Layer-1-Blockchain nach einem Sicherheitsvorfall vorübergehend gestoppt. Ein Angreifer nutzte eine Schwachstelle in der Wallet-Sicherheit aus und stahl rund 2,94 Billionen QU-Token im Wert von etwa 1,4 Millionen Dollar – verteilt auf über 1.400 betroffene Konten.
Laut einer Mitteilung des Qubic-Core-Teams vom 18. Oktober wurden die gestohlenen Token eingefroren, bevor der Angreifer sie liquidieren konnte. Die Blockchain wurde daraufhin angehalten, um weiteren Schaden zu verhindern.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat in einem neuen Arbeitspapier einen klaren Zusammenhang zwischen US-Bankzinsen und Stablecoin-Wachstum festgestellt. Steigen die Einlagenzinsen der Banken um einen Basispunkt, sinkt das Stablecoin-Wachstum innerhalb von zehn Wochen um drei Prozentpunkte.
Besonders stark betroffen ist laut der BIZ-Analyse USDC von Circle – der Stablecoin reagiert sensibler auf steigende Bankzinsen als andere Marktteilnehmer. Die Studie legt nahe, dass traditionelle Banken über die Zinspolitik einen indirekten Hebel auf die Stablecoin-Adoption ausüben können.
Der Befund ist regulatorisch relevant: In einer Phase, in der Gesetzgeber weltweit Stablecoin-Rahmenwerke ausarbeiten, zeigt die BIZ-Forschung, dass Geldpolitik und Bankenstruktur das Wachstum dezentraler Zahlungsmittel direkt beeinflussen.
🟠 Zwei Bitcoin-Wallets von 2013 bewegen 34 Mio. Dollar
Zwei Bitcoin-Adressen aus dem Jahr 2013 haben am Samstag innerhalb von fünf Sekunden zusammen rund 34 Millionen Dollar in Bitcoin bewegt. Beide Transaktionen erschienen im selben Block auf Höhe 971.894 – ein ungewöhnliches Timing, das in der Community Aufmerksamkeit erregt.
Die Wallets lagen demnach rund 13 Jahre lang inaktiv. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Bewegungen schlafender Bitcoin-Adressen ein, die laut dem Bericht bereits im August nach dem sogenannten Coldcard-Breach sowie in einer weiteren aktiven Phase beobachtet wurden.
Ob die Transaktionen miteinander in Verbindung stehen oder separate Eigentümer hinter den Adressen stecken, ist nicht bekannt. Bewegungen früher Bitcoin-Wallets gelten als On-Chain-Ereignis mit Signalcharakter, da sie auf Aktivitäten von Early Adopters oder kompromittierte Schlüssel hinweisen können.
🔐 Neun Krypto-Firmen gründen Quantum-Allianz für offene Standards
Neun Krypto-Unternehmen haben eine gemeinsame Allianz gegründet, um offene Standards für Quantenresistenz in der Branche zu entwickeln. Das Bündnis orientiert sich am Modell der Internet Engineering Task Force und will einheitliche Prüfverfahren für Quantenschutz-Behauptungen etablieren.
Hintergrund: Schätzungen zufolge könnten erste praktisch einsetzbare Quantenangriffe auf Krypto-Infrastruktur Ende der 2020er-Jahre möglich sein. Rund 6 Millionen Bitcoin gelten derzeit als potenziell gefährdet, da ihre Adressen öffentlich exponiert sind und von ausreichend leistungsfähigen Quantencomputern theoretisch kompromittiert werden könnten.
Die Allianz setzt auf offene, überprüfbare Standards statt proprietärer Lösungen — ein Ansatz, der unabhängige Überprüfung von Quantenschutz-Ansprüchen einzelner Anbieter ermöglichen soll.