⚖️ Liquid Network: Auszahlungen nach Exploit weiter gesperrt
Seit 35 Tagen sind Auszahlungen (Peg-Outs) im Liquid Network ausgesetzt. Ein Angreifer hatte eine Schwachstelle in der Elements-Software ausgenutzt und knapp 4.000 Bitcoin aus dem Protokoll abgezogen. Inzwischen wurden 3.400 Bitcoin zurückgewonnen – doch LBTC-Inhaber können ihre Token weiterhin nicht gegen echte Bitcoin einlösen.
Der Grund: Ein unabhängiges externes Sicherheitsaudit der Elements-Version 23.3.4 ist noch im Gange. Bis zu dessen Abschluss bleibt der Peg-Out-Mechanismus gesperrt. Die Besicherungsquote des Liquid Network liegt derzeit bei 86 Prozent.
🔐 Phishing-Link über COLDCARDs offiziellen X-Account verbreitet
Der Bitcoin-Hardware-Wallet-Hersteller COLDCARD warnt seine Nutzer nach einem Phishing-Vorfall auf dem eigenen X-Account. Ein betrügerischer Beitrag leitete Nutzer auf eine gefälschte Wallet-Migrations-Domain weiter, die darauf ausgelegt war, Wallet-Recovery-Phrasen zu stehlen.
COLDCARD hat den Post inzwischen gelöscht und eine Untersuchung bei X beantragt. Das Unternehmen gibt an, keinen passenden Login-Eintrag in seinen eigenen Zugriffsprotokollen gefunden zu haben. Ein Sicherheitsforscher bestätigte, dass die gefälschte Seite gezielt zum Abgreifen von Seed-Phrasen gebaut wurde.
Nutzer, die den Link besucht und Daten eingegeben haben, sollten ihre Wallets umgehend sichern und Gelder auf neue Adressen transferieren.
🟠 Metaplanet verkauft und kauft Bitcoin zur Bonitätsverbesserung
Das japanische Bitcoin-Unternehmen Metaplanet hat 10.000 Bitcoin verkauft und anschließend 11.000 Bitcoin zu einem höheren Durchschnittspreis zurückgekauft. Ziel war es, potenziellen Gläubigern zu demonstrieren, dass das Unternehmen bereit ist, seine Bitcoin-Bestände bei Bedarf zu liquidieren.
Hintergrund ist das Streben nach einem Kredit-Rating und einem besseren Zugang zu Fremdfinanzierung. In einer Pflichtmitteilung vom 5. Oktober erläuterte Metaplanet, warum die temporäre Umwandlung von Bitcoin in Liquidität Teil dieser Strategie ist: Kreditgeber verlangen den Nachweis, dass Sicherheiten tatsächlich veräußerbar sind.
Der Vorgang zeigt eine strukturelle Herausforderung für Bitcoin-Treasury-Unternehmen: Eine dauerhafte Halte-Strategie kann den Zugang zu klassischen Kreditmärkten erschweren, da Gläubiger Liquiditätsbereitschaft erwarten.
🟠 Bitcoin-Lebensversicherer sammelt 37,5 Mio. Dollar ein
Ein auf Bitcoin basierender Lebensversicherer mit Sitz auf Bermuda hat in einer Finanzierungsrunde 37,5 Millionen Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Bain Capital Crypto, an der sich bestehende Investoren beteiligten.
Das Unternehmen, das unter anderem von Sam Altman unterstützt wird, betreibt sein gesamtes Geschäftsmodell auf Bitcoin-Basis. Die Nachfrage kommt laut eigenen Angaben vor allem von vermögenden Familien aus Asien, Europa und dem Nahen Osten – ein Rekordjahr trieb die neue Finanzierungsrunde an.
Der Fall zeigt, wie Bitcoin zunehmend als institutionelle Reserve- und Produktgrundlage auch außerhalb klassischer Finanzprodukte Einzug hält.
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China hat ein nationales Blockchain-Netzwerk sowie ein integriertes Rechennetz angekündigt. Ein offizielles Grundsatzdokument mit 19 Maßnahmen soll technologiegetriebene Industrien fördern und die digitale Wirtschaft mit der realen Produktion verknüpfen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte das entsprechende Dokument.
Das Vorhaben ist Teil einer breiteren Digitalstrategie Chinas, die Blockchain-Infrastruktur gezielt auf nationaler Ebene verankern soll – nicht als dezentrales Krypto-Netzwerk, sondern als staatlich kontrollierte technologische Grundlage für Industrie und Wirtschaft.
🔐 Kritische Sicherheitslücke im XRP Ledger geschlossen
Der XRP Ledger (XRPL) hat am 9. Oktober 2026 zwei Sicherheitslücken offengelegt, darunter einen kritischen Bug im Payment Engine. Dieser hätte es Angreifern ermöglicht, neues, ausgebbares XRP zu erzeugen – ohne dass der Sender die Mittel tatsächlich hinterlegt. Forscher demonstrierten, wie eine Transaktion XRP aus dem Nichts hätte erschaffen können, was potenziell Milliardenwerte betroffen hätte.
Der Fehler wurde mit dem xrpld-Update behoben. Eine zweite Schwachstelle betraf das Batch-Transaktionsfeature des Netzwerks und hätte die Transaktionsvalidierung stören können. Beide Lücken sollen laut offiziellem Bericht koordiniert gepatcht worden sein, bevor eine Ausnutzung bekannt wurde.