🔐 940 Millionen Dollar gestohlen – Audits versagten bei 94 % der Fälle
Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut einer Analyse des Sicherheitsunternehmens ack3 insgesamt 939,86 Millionen Dollar durch Krypto-Exploits erbeutet. Die Forscher dokumentierten 135 bestätigte Vorfälle – durchschnittlich 6,96 Millionen Dollar Schaden pro Angriff.
Besonders alarmierend: Bei 94 % der betroffenen Protokolle lagen zum Zeitpunkt des Angriffs Sicherheitsaudits vor. Die Prüfungen, die als Qualitätsmerkmal in der Branche gelten, konnten die Schwachstellen offenbar nicht zuverlässig aufdecken.
Die Zahlen unterstreichen die strukturellen Sicherheitsprobleme im Krypto-Ökosystem – trotz gewachsener Prüfinfrastruktur bleibt die Angriffsfläche erheblich.
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🔐 Schwache Seed-Generierung: 70 Mio. Dollar Bitcoin gestohlen
Angreifer haben über 1.000 Bitcoin im Wert von rund 70 Millionen Dollar aus knapp 1.200 Cold Wallets gestohlen – ohne die Geräte je zu berühren. Laut einer Analyse von Galaxy Research lag der Fehler in einer mangelhaften Zufallsgenerierung beim Erstellen der Seed-Phrasen.
Die schwache Entropie ermöglichte es dem Angreifer, wahrscheinliche private Schlüssel offline zu rekonstruieren und die betroffenen Wallets systematisch zu leeren. Die Suche nach weiteren verwundbaren Adressen soll demnach noch andauern.
Der Fall zeigt: Physische Sicherheit allein schützt nicht, wenn die kryptografische Grundlage – die Seed-Generierung – fehlerhaft implementiert ist.
⚖️ Bessent zitiert Satoshi im Streit um US-Krypto-Gesetz
US-Finanzminister Scott Bessent hat den Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto zitiert, um Druck auf die Senatoren der Demokraten auszuüben – mit dem Ziel, eine sofortige Abstimmung über den sogenannten Clarity Act zu erzwingen.
Das Gesetz soll Klarheit über die Regulierung von Kryptowährungen in den USA schaffen. Bessent nutzte das Zitat des pseudonymen Bitcoin-Schöpfers als rhetorisches Mittel, um die Dringlichkeit einer gesetzlichen Grundlage für den Kryptomarkt zu unterstreichen.
Der Clarity Act gilt als eines der zentralen Regulierungsvorhaben der aktuellen US-Regierung im Bereich digitaler Assets.
🟠 Strategy meldet 8,2-Milliarden-Dollar-Verlust im zweiten Quartal
Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Halter, hat im zweiten Quartal einen Verlust von 8,2 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Grund: Der Bitcoin-Kurs fiel unter die durchschnittlichen Anschaffungskosten des Unternehmens.
Das Unternehmen hält 843.775 Bitcoin und sitzt damit auf einem unrealisierten Buchverlust von rund 9 Milliarden Dollar. Erstmals seit vier Jahren hat Strategy zudem Bitcoin verkauft – um Dividendenzahlungen für Vorzugsaktien zu finanzieren, obwohl das Unternehmen bislang versprochen hatte, seine Bitcoin-Bestände nicht zu veräußern.
Der Schritt markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende in der kommunizierten Haltestrategie des Unternehmens und dürfte die Diskussion über die Tragfähigkeit schuldenfinanzierter Bitcoin-Akkumulationsstrategien neu entfachen.
🔐 Coinkite warnt Coldcard-Mk3-Nutzer nach 594-Bitcoin-Abfluss
Coinkite hat eine Sicherheitswarnung für Besitzer des Coldcard-Mk3-Hardware-Wallets herausgegeben. Hintergrund ist ein gemeldeter Abfluss von 594 Bitcoin im Wert von rund 38 Millionen US-Dollar, dessen Ursache bislang ungeklärt ist.
Der Hersteller empfiehlt Mk3-Nutzern, eine starke, einzigartige BIP-39-Passphrase direkt auf dem Gerät zu erstellen und Guthaben in das daraus resultierende Wallet zu übertragen. Coinkite identifizierte ein potenzielles Risiko bei der Seed-Generierung bestimmter Firmware-Versionen. Sicherheitsexperten untersuchen den Vorfall vom 30. Juli, bei dem langfristig ruhende Adressen in koordinierter Abfolge geleert wurden.
Die genaue Ursache des Abflusses ist noch nicht bestätigt. Coinkite stuft die Lage dennoch als ernst ein: „Funds may be at risk."