⚖️ UK investiert 676 Mio. Dollar in Geldwäschebekämpfung
Großbritannien verschärft seinen Kampf gegen Geldwäsche: Das Home Office stellt umgerechnet 676 Millionen Dollar bereit und plant den Einsatz von 500 zusätzlichen Ermittlern. Krypto wird dabei explizit als einer der zentralen Treiber der wachsenden Bedrohung genannt – neben Fintech und KI.
Die britische National Crime Agency (NCA) beziffert den durch Geldwäsche verursachten Schaden auf rund 100 Milliarden Pfund jährlich. Die neuen Mittel sollen gezielt eingesetzt werden, um technologiegestützte Finanzkriminalität effektiver zu verfolgen.
Die Maßnahme unterstreicht, dass Krypto im Fokus britischer Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden bleibt – parallel zu laufenden Bemühungen, einen klaren gesetzlichen Rahmen für digitale Assets zu schaffen.
📊 570 Millionen Dollar an Krypto-Longs liquidiert nach Scheitern des Clarity Act
Innerhalb von 24 Stunden wurden bullische Krypto-Futures-Positionen im Wert von 570 Millionen Dollar liquidiert. Auslöser war das Scheitern des Clarity Act im US-Senat. Am stärksten betroffen waren Long-Positionen auf Bitcoin und Ethereum, die den Großteil der Verluste absorbierten.
Das Scheitern des Gesetzesvorhabens, das einen regulatorischen Rahmen für digitale Assets hätte schaffen sollen, löste eine Kettenreaktion an Zwangsliquidierungen aus. Händler, die auf steigende Kurse gesetzt hatten, wurden aus ihren Positionen gedrängt.
🧩 Balancer erwägt Abschaltung nach 130-Mio.-Dollar-Hack
Das DeFi-Protokoll Balancer, eine der bekanntesten dezentralen Börsen im Ökosystem, zieht einem Bericht zufolge eine vollständige Abschaltung in Betracht. Auslöser ist der Hack vom November 2025, nach dem es dem Protokoll nicht gelungen sein soll, die Einnahmen wieder auf ein tragfähiges Niveau zu steigern.
Bei dem Angriff wurden demnach rund 130 Millionen Dollar erbeutet. Die ausbleibende Erholung der Umsätze nach dem Vorfall soll die Diskussion über eine mögliche Einstellung des Betriebs ausgelöst haben. Eine endgültige Entscheidung ist Berichten zufolge noch nicht gefallen.
Balancer zählt zu den etablierten Protokollen in der DeFi-Infrastruktur und war vor dem Hack ein bedeutender Anbieter für automatisiertes Market-Making auf Ethereum.
Revolut hat 680 Kunden darüber informiert, dass ihre sensiblen Daten nach einem Cyberangriff offengelegt wurden. Angreifer nutzten ein kompromittiertes Regierungs-E-Mail-Konto, um Zugang zu den Informationen zu erlangen.
Zu den betroffenen Daten gehören Reisepässe, Adressen, Bankdaten sowie Bitcoin-Transaktionsaufzeichnungen. Die britische Datenschutzbehörde ICO hat eine formelle Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.
🪙 S&P Global führt Kaiko-Finanzierungsrunde auf 110 Mio. Dollar
S&P Global hat eine strategische Investition in den Krypto-Datenanbieter Kaiko angeführt und damit die Series-B-Runde des Unternehmens auf insgesamt 110 Millionen Dollar erweitert – vier Jahre nach der ursprünglichen Series B über 53 Millionen Dollar.
An der Erweiterungsrunde beteiligten sich unter anderem BNP Paribas, Nasdaq Ventures, RBC, Coinbase Ventures, Bpifrance und DRW Venture Capital. Kaiko versorgt Banken, Börsen und Asset Manager mit Preis- und Marktdaten für digitale Assets.
Das Kapital soll den Ausbau der Infrastruktur für tokenisierte Kapitalmärkte mit 24/7-Handelsbetrieb finanzieren. Die Beteiligung etablierter Finanzinstitute wie S&P Global und BNP Paribas unterstreicht das wachsende institutionelle Interesse an Marktdateninfrastruktur für Onchain-Märkte.
⚖️ US-Senat stimmt am Dienstag über Clarity Act ab
Der US-Senat stimmt am Dienstag über den Clarity Act ab – ein Schlüsselmoment für die amerikanische Krypto-Regulierung. Mehrheitsführer John Thune hat die Abstimmung angesetzt.
Das Gesetz soll klare Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC für Krypto-Assets festlegen. Die Branche drängt seit Langem auf verbindliche Regeln und betrachtet die Abstimmung als entscheidenden Test für die politische Unterstützung im Kongress.
Scheitert die Vorlage, dürfte die Debatte um einen umfassenden Marktstrukturrahmen für Kryptowährungen in den USA erheblich an Schwung verlieren.
Der Gesamtwert tokenisierter Real-World Assets (RWAs) auf der Blockchain hat die Marke von 30 Milliarden US-Dollar überschritten – ein deutliches Wachstum im bisherigen Jahresverlauf.
Die Entwicklung spiegelt die zunehmende Nachfrage nach der On-Chain-Abbildung traditioneller Vermögenswerte wie Anleihen, Immobilien und Fonds wider.