⚖️ Bessent zitiert Satoshi im Streit um US-Krypto-Gesetz
US-Finanzminister Scott Bessent hat den Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto zitiert, um Druck auf die Senatoren der Demokraten auszuüben – mit dem Ziel, eine sofortige Abstimmung über den sogenannten Clarity Act zu erzwingen.
Das Gesetz soll Klarheit über die Regulierung von Kryptowährungen in den USA schaffen. Bessent nutzte das Zitat des pseudonymen Bitcoin-Schöpfers als rhetorisches Mittel, um die Dringlichkeit einer gesetzlichen Grundlage für den Kryptomarkt zu unterstreichen.
Der Clarity Act gilt als eines der zentralen Regulierungsvorhaben der aktuellen US-Regierung im Bereich digitaler Assets.
🟠 Strategy meldet 8,2-Milliarden-Dollar-Verlust im zweiten Quartal
Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Halter, hat im zweiten Quartal einen Verlust von 8,2 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Grund: Der Bitcoin-Kurs fiel unter die durchschnittlichen Anschaffungskosten des Unternehmens.
Das Unternehmen hält 843.775 Bitcoin und sitzt damit auf einem unrealisierten Buchverlust von rund 9 Milliarden Dollar. Erstmals seit vier Jahren hat Strategy zudem Bitcoin verkauft – um Dividendenzahlungen für Vorzugsaktien zu finanzieren, obwohl das Unternehmen bislang versprochen hatte, seine Bitcoin-Bestände nicht zu veräußern.
Der Schritt markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende in der kommunizierten Haltestrategie des Unternehmens und dürfte die Diskussion über die Tragfähigkeit schuldenfinanzierter Bitcoin-Akkumulationsstrategien neu entfachen.
🔐 Coinkite warnt Coldcard-Mk3-Nutzer nach 594-Bitcoin-Abfluss
Coinkite hat eine Sicherheitswarnung für Besitzer des Coldcard-Mk3-Hardware-Wallets herausgegeben. Hintergrund ist ein gemeldeter Abfluss von 594 Bitcoin im Wert von rund 38 Millionen US-Dollar, dessen Ursache bislang ungeklärt ist.
Der Hersteller empfiehlt Mk3-Nutzern, eine starke, einzigartige BIP-39-Passphrase direkt auf dem Gerät zu erstellen und Guthaben in das daraus resultierende Wallet zu übertragen. Coinkite identifizierte ein potenzielles Risiko bei der Seed-Generierung bestimmter Firmware-Versionen. Sicherheitsexperten untersuchen den Vorfall vom 30. Juli, bei dem langfristig ruhende Adressen in koordinierter Abfolge geleert wurden.
Die genaue Ursache des Abflusses ist noch nicht bestätigt. Coinkite stuft die Lage dennoch als ernst ein: „Funds may be at risk."
🔐 DeFi-Plattform Summer.fi stellt Betrieb nach Exploit ein
Summer.fi, eine etablierte DeFi-Plattform, stellt nach sieben Jahren Betrieb dauerhaft ein. Auslöser ist ein Sicherheitsvorfall, bei dem Angreifer rund 6 Millionen US-Dollar aus den Reserven der Plattform abzogen.
Das Unternehmen gab an, dass der sogenannte „Wind Exploit" die Plattform sowie ihre Benutzeroberfläche so stark beeinträchtigt hat, dass ein weiterer Betrieb nicht mehr tragbar ist. Summer.fi wird vollständig abgeschaltet.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsrisiken im DeFi-Bereich, wo Exploits regelmäßig Plattformen und Nutzer treffen.
⚖️ CLARITY Act: Frist bis 8. August – sonst übernimmt die SEC
Der US-Senat läuft Gefahr, die Digital Asset Market Clarity Act noch vor der Sommerpause zu blockieren. Gelingt keine Einigung bis zum 8. August, wenn der Kongress in die Sommerpause geht, behält die SEC vorerst die Deutungshoheit über die Krypto-Regulierung.
Der CLARITY Act gilt als eines der weitreichendsten Krypto-Gesetze, die je im US-Kongress diskutiert wurden. Er soll unter anderem klären, welche digitalen Assets als Wertpapiere und welche als Rohstoffe einzustufen sind – eine Kernfrage, die Märkte und Projekte seit Jahren belastet. Die Senatführung hat dem Gesetz bislang keine Priorität eingeräumt.
Scheitert die Abstimmung vor der Pause, dürfte die SEC weiterhin per Durchsetzungsmaßnahmen regulieren – ohne klaren gesetzlichen Rahmen.