Japan hat sein Finanzmarktrecht grundlegend reformiert: Das Oberhaus verabschiedete Änderungen am Financial Instruments and Exchange Act, die Kryptowährungen offiziell als Finanzprodukte einstufen.
Die Neuregelung schafft die Grundlage für eine separate Kryptobesteuerung von rund 20 % – verglichen mit bisher bis zu 55 %. Zudem werden Insider-Trading-Verbote und verschärfte Strafen eingeführt, Kryptounternehmen unterliegen künftig strengerer Aufsicht. Auch der Weg für inländische Krypto-ETFs wird damit geebnet.
Japan gehört zu den größten Kryptomärkten weltweit. Die Reform markiert einen der bedeutendsten regulatorischen Schritte des Landes seit der Einführung des Payment Services Act.
💵 UK und USA koordinieren Stablecoin-Regulierung für gegenseitigen Marktzugang
Großbritannien und die USA wollen ihre Stablecoin-Regeln enger aufeinander abstimmen. Ziel ist ein gemeinsamer Rahmen, der grenzüberschreitenden Marktzugang ermöglicht und Emittenten aus beiden Ländern die jeweils andere Jurisdiktion öffnet.
Kernpunkt der Koordinierung ist die Anforderung einer 1:1-Reservedeckung für Stablecoins. Parallel dazu sollen auch Standards für tokenisierte Finanzprodukte gemeinsam entwickelt werden. Die Abstimmung zwischen London und Washington gilt als Signal für eine stärkere regulatorische Konvergenz im digitalen Finanzbereich.
🏛 US-Inflation sinkt stärker als erwartet – Druck auf Fed lässt nach
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) fiel im Juni um 0,4 % – der stärkste monatliche Rückgang seit April 2020. Die Jahresinflation sank auf 3,5 %. Haupttreiber war ein deutlicher Rückgang der Benzinpreise, der stärkste seit 2022.
Die Daten nehmen Druck von der Federal Reserve, die Zinsen weiter anzuheben. Für die Kryptomärkte ist das relevant: Ein weniger aggressiver Fed-Kurs gilt als unterstützendes Umfeld für risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin und Ethereum.
⚖️ CIA: Bitcoin als Werkzeug für Geheimdienstarbeit
Der Generalstaatsanwalt der CIA hat Bitcoin als nützliches Instrument für die Geheimdienstarbeit bezeichnet. Die Rückverfolgbarkeit von Bitcoin-Transaktionen auf der öffentlichen Blockchain ermögliche es Behörden, Finanzströme zu überwachen und nachzuverfolgen – ein Vorteil für die nationale Sicherheit.
Diese Einschätzung hat direkte Relevanz für die laufende Regulierungsdebatte rund um Kryptowährungen: Sie verdeutlicht, warum US-Behörden teils weniger Interesse an einem vollständigen Verbot von Bitcoin haben als an der Einschränkung datenschutzorientierter Alternativen. Die Aussage unterstreicht die grundlegende Spannung zwischen Privatsphäre und staatlicher Überwachung im Krypto-Bereich.
In Washington tobt ein stiller Regulierungsstreit mit weitreichenden Folgen: Die Securities Transfer Association (STA), ein Branchenverband großer Wall-Street-Transferagenten, drängt die SEC dazu, tokenisierte Aktien unter die bestehende Aufsicht traditioneller Transferagenten zu stellen. Auf dem Spiel steht ein Markt mit einem Volumen von rund 2 Milliarden Dollar.
Im Kern geht es um die Frage, wer tokenisierte Wertpapiere auf der Blockchain verwalten und abwickeln darf – und nach welchen Regeln. Die Antwort der SEC könnte bestimmen, ob Blockchain-basierte Aktien künftig über etablierte Finanzinfrastruktur oder über neue Krypto-native Strukturen laufen.
Für Millionen von Anlegern hätte die Entscheidung direkte Konsequenzen: Sie würde festlegen, unter welchen Bedingungen und über welche Plattformen der Zugang zu tokenisierten Wertpapieren möglich ist.
⚖️ SEC plant formelles Regelwerk für Krypto unter Atkins
Die US-Börsenaufsicht SEC könnte ihre Krypto-Politik grundlegend neu ausrichten. Unter dem neuen SEC-Chef Paul Atkins nimmt ein Regulierungspaket unter dem Namen „Regulation Crypto" Gestalt an – ein Hinweis darauf, dass die Behörde einen formelleren Rahmen für digitale Assets anstrebt, statt wie bisher auf Einzelfallentscheidungen und Durchsetzungsmaßnahmen zu setzen.
Berichten zufolge soll das Paket eine strukturierte Grundlage für den Umgang mit Krypto-Vermögenswerten schaffen. Details zu konkreten Regelinhalten sind bislang nicht bestätigt. Der Schritt würde einen deutlichen Kurswechsel gegenüber der Ära unter Gary Gensler markieren, die von zahlreichen Klagen gegen Krypto-Unternehmen geprägt war.